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RAUMPLANUNG: Modell soll der Stadtentwicklung dienen

Die Stiftung Stadtmodell verlegt ihren Standort an die Sternmattstrasse. Der Umzug verspricht mehr Platz – und soll das Projekt der Bevölkerung näherbringen.
Chiara Stäheli
Stadtmodell-Stiftungsräte Daniel Lischer (links) und Mark Imhof mit einer Modellkachel. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 11. September 2017))

Stadtmodell-Stiftungsräte Daniel Lischer (links) und Mark Imhof mit einer Modellkachel. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 11. September 2017))

Obwohl die Luzerner Altstadt seit Jahrhunderten steht, wird sie noch einmal neu gebaut. Denn für das Stadtmodell wird die Stadtregion Luzern sowohl auf einem grossen Luftbild als auch dreidimensional mit Kacheln dargestellt. Um das Modell für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zieht die Stiftung Stadtmodell nach zwei Jahren aus dem Zeughaus aus. Sie hat mit dem ehemaligen Kontrollzentrum der Energie Wasser Luzern (EWL) an der Sternmattstrasse einen zentraleren und grösseren Standort für ihr Projekt gefunden.

Das Baugesuch für den Umbau, der mit Geldern eines neu aufgebauten Trägervereins finanziert wird, ist eingereicht. Die Kosten werden laut den Initianten rund 150 000 Franken betragen. Doch weshalb verlässt die Stiftung das Zeughaus? Daniel Lischer, Mitglied des Stiftungsrates: «Uns ist es wichtig, nahe bei den Leuten zu sein. Das Stadtmodell soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Am neuen Standort profitieren wir vom bodenebenen Raum und dem lebendigen Umfeld.» Zudem sei das Projekt stetig gewachsen.

Künftig sollen Behörden, Einwohner und Fachleute mit Hilfe des Stadtmodells diskutieren, was für eine lebenswerte Region Luzern nötig ist. Voraussichtlich ab Sommer 2018 wird das Stadtmodell seine Tore öffnen. Danach wird der Raum für Referate, Diskussionsrunden, Führungen sowie Ausstellungen zur Verfügung stehen.

Das Modell bildet ein Gebiet von ungefähr 10 mal 10 Kilometern ab. Dieser wird dreidimensional mit rund 1000 Kacheln dargestellt. Die Finanzierung erfolgt mit dem Verkauf der einzelnen Kacheln und Gönnerbeiträgen. Die gesamte Produktion des Stadtmodells mit den technischen Bespielungsmöglichkeiten kostet rund 1,2 Millionen Franken. Seit Produktionsbeginn in diesem Frühling konnten knapp 15 Prozent des Stadtraumes mit Hilfe von 3D-Drucktechnologie und des bis anhin gesponserten Geldes erstellt werden. Die Stadt Luzern unterstützt das Projekt in ideologischer Hinsicht. Zudem beteiligt sie sich finanziell an jenen Kacheln, die zurzeit für die bauliche Entwicklung der Stadt von Bedeutung sind. Sie sieht vor, das Modell in Zukunft in ihre Planungen miteinzubeziehen.

«Lebensraum von morgen kreieren»

Laut Daniel Lischer fühlt sich ein Grossteil der Bevölkerung zu bevorstehenden Bauprojekten in der Stadt oft zu wenig involviert. Dem soll mit dem Stadtmodell Abhilfe geschaffen werden: «In unserem Laboratorium können wir geplante bauliche Veränderungen visualisieren und aufzeigen, wo Problemstellen liegen oder wie ein Bauprojekt optimiert werden kann. Der Raum bietet Platz für Diskussionen, Experimente und Simulierungen.» So sollen in Zukunft bauliche Vorhaben wie beispielsweise die Spange Nord oder der Tiefbahnhof dargestellt werden, und man erhält einen Überblick darüber, was genau geplant ist. Es ist vorgesehen, auf den Modellkacheln themenspezifische Szenarien zu projizieren. Auch der Einsatz von Virtual-Reality-Brillen ist geplant.

Mark Imhof, ebenfalls Mitglied des Stiftungsrates, sieht die künftige Nutzung des Stadtmodells folgendermassen: «Wir möchten der Öffentlichkeit ein Werkzeug bieten, mit dem sie die Entwicklung der Stadt planen und verfolgen kann. Gemeinsam können wir so den Lebensraum von morgen kreieren.»

Chiara Stäheli

chiara.staeheli@luzernerzeitung.ch

Hinweis
www.stadtmodell-region-luzern.ch

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