REAKTION: Regierungsrat bedauert HarmoS-Entscheid

Der Regierungsrat hat die Ablehnung des Beitritts zur Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Das Abstimmungsergebnis müsse nun sorgfältig analysiert werden.

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Ein Plakat des Komitees gegen HarmoS in Emmenbrücke. (Bild Keystone)

Ein Plakat des Komitees gegen HarmoS in Emmenbrücke. (Bild Keystone)

«Die Ablehnung dürfte vor allem wegen der im Abstimmungskampf umstrittenen Vorverlegung des Kindergarteneintritts auf das fünfte Altersjahr zustande gekommen sein», mutmasst die Staatskanzlei Luzern. Das Referendumskomitee habe in seinen Begründungen fast ausschliesslich diese Neuerung bekämpft und die meisten anderen Reformpunkte ausdrücklich gutgeheissen.

Die Umsetzung der unbestrittenen Neuerungen solle deshalb weiterverfolgt werden; es sei jedoch davon auszugehen, dass der Kanton Luzern nicht mehr die gleichen Möglichkeiten zur Mitwirkung bei der Erarbeitung und Vorbereitung der Umsetzung habe.

Was den früheren Kindergarteneintritt und den zweijährigen Kindergarten betrifft, so müssten nun vor allem Schritte eingeleitet werden, welche die Freiwilligkeit der Nutzung beinhalten, heisst es weiter. Diese Freiwilligkeit sei vom Referendumskomitee immer betont worden.

Zusammen mit den an der Volksschule beteiligten Verbänden sollen in den nächsten Wochen das Abstimmungsergebnis näher analysiert und das weitere Vorgehen erörtert werden.

scd