Reaktion
Surseer Stadtrat zum Tod von Hans Küng: «Die Stadt Sursee trauert um ihren berühmtesten Sohn»

Hans Küng ist der einzige Ehrenbürger der Stadt Sursee. In einem Nachruf streicht der Surseer Stadtrat Küngs Verbundenheit mit seiner Heimat hervor.

Merken
Drucken
Teilen

(dlw) «Rom, Paris, Berlin, Madrid, London, Tübingen, New York, Chicago und Toronto sind nur einige der Lebens- und Wirkungsorte des Theologen Hans Küng – und immer wieder Sursee», schreibt der Surseer Stadtrat zum Tod des berühmten Theologen, der am Dienstag im Alter von 93 Jahren verstorben ist. «Hans Küng ist der erste und bisher einzige Ehrenbürger der Stadt Sursee – und er ist weltweit sicher der bekannteste Surseer», heisst es weiter.

Zu Küngs 90. Geburtstag habe der Stadtrat die Ehre gehabt, dem Jubilaren persönlich in dessen Wahlheimat Tübingen zu gratulieren. «Im Wissen, dass sich Hans Küng als treuen Sohn der Kirche versteht und ihr Wohl ihm sehr am Herzen liegt, hat sich der Stadtrat mittels Schreiben an Papst Franziskus gewandt. Mit der Bitte, anlässlich seines 90. Geburtstags ein Zeichen zu setzen, Wertschätzung auszudrücken und ihn nach Möglichkeit zu rehabilitieren», schreibt der Stadtrat.

Reto Wyss: Theologe von Weltformat verloren

Mit Hans Küng verliere die Welt eine gewichtige Stimme für den Dialog und für den Weltfrieden. «Die Stadt Sursee trauert um ihren berühmtesten Sohn und geschätzten Ehrenbürger», so der Stadtrat.

Auch der Luzerner Regierungspräsident Reto Wyss hat sich zum Tod von Hans Küng geäussert. «Mit Hans Küng haben wir einen Luzerner Theologen von Weltformat verloren», schreibt der CVP-Politiker auf Twitter. «Er war ein Meister im Verbinden: Religionen, Kirche und Welt, das Christliche mit der säkularen Gesellschaft», so Wyss. Küng habe die Kirche kritisiert, weil sie ihm wichtig gewesen sei. Das zeige «wahre Grösse!», schreibt Wyss.