RECHNUNG: Kriens schliesst mit einer roten Null ab

Die Jahresrechnung 2008 der Gemeinde Kriens schliesst deutlich besser ab als budgetiert. Das ursprüngliche Budgetdefizit konnte so von 3,3 auf 0,5 Mio. Franken reduziert werden.

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Kriens mit dem Pilatus. (Bild pd)

Kriens mit dem Pilatus. (Bild pd)

4,3 Millionen Franken: So hoch ist der Betrag, den die Gemeinde Kriens im Jahr 2008 mehr als budgetiert an Gemeindesteuern einnahm. Bei Steuereinnahmen von insgesamt 71,5 Mio. Franken entspricht dies einem Plus von rund 6 Prozent. Dieser Mehrertrag machte aus einem negativen Budget eine praktisch ausgeglichene Rechnung, wie die Gemeinde mitteilt. Zurückzuführen sei dieses Plus im Steuerertrag auf die im Rechnungsjahr noch gute Wirtschaftslage. Und dies, obschon bei der Budgetdebatte im Herbst 2007 die Gemeinde-Steuern auf 1,95 Einheiten gesenkt worden waren. Mit diesem Parlamentsentscheid «verzichtete» die Gemeinde Kriens auf 1,55 Mio. Franken an Steuereinnahmen, und das Budgetdefizit stieg auf 3,3 Mio. Franken an. Einzig bei den Sondersteuern (Erbschafts-, Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern) blieben die Erträge in der Rechnung unter dem Budget.

Höhere Bildungskosten als budgetiert
Unter dem Strich stehen in der Krienser Jahresrechnung ein Mehrertrag von 5,1 Mio. und ein Mehraufwand von 2,4 Mio. Franken. Die Differenz hätte fast gereicht, um das Budgetdefizit von 3,3 Mio. Franken auszugleichen. «Mit jetzt 0,5 Mio. Mehraufwand haben wir leider nicht schwarze Zahlen, mindestens aber eine rote Null erreicht,» sagt Finanzchef Paul Winiker. Grund dafür sind Mehrausgaben, die während der Budgetierungsphase nicht bekannt waren. Wesentlichstes Merkmal: Bei den Bildungskosten (mit 41 Mio. Franken der grösste Aufwandposten der Krienser Rechnung) fiel der Netto-Lohnaufwand für Lehrpersonen um 0,48 Mio. Franken höher aus als im Budget vorgesehen. Insgesamt sind die Bildungskosten um 2,3 Prozent gestiegen. Die Mehraufwändungen sind auf Stellvertretungen, zusätzlich bewilligte Klassenabteilungen sowie vom Kanton Luzern beschlossene Lohnanpassungen zurückzuführen.

scd