RECHTSSTREIT: Saftige Rechnung für Gassechuchi

Der ehemaligen Leiterin der Luzerner Gassechuchi wurde missbräuchlich gekündigt. Nun muss ihr der Verein Kirchliche Gassenarbeit 20 000 Franken zahlen.

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Viktor Rüegg, Anwalt der Klägerin. (Bild Markus Forte/Neue LZ)

Viktor Rüegg, Anwalt der Klägerin. (Bild Markus Forte/Neue LZ)

Den 4. November wird die Führungscrew des Vereins Kirchliche Gassenarbeit in Luzern in schlechter Erinnerung behalten. Präsidentin Ute Studer hatte zusammen mit ihrem Geschäftsleiter Fridolin Wyss und dessen Stellvertreter Edwin Berchtold vor dem Richter zu erscheinen, vor dem Arbeitsgericht. Und an dieser Verhandlung hinterliess das Kader keinen sattelfesten Eindruck.
Der Hintergrund: In der Adventszeit 2009 erhielt die damalige Chefin der Gassechuchi Post von ihrem Vorgesetzten Fridolin Wyss. Im Schreiben drohte der Geschäftsleiter mit einer Änderungskündigung, verbunden mit negativen Auswirkungen auf das Salär. Unsere Zeitung berichtete schon damals über diesen Vorfall und zitierte dabei auch den renommierten Spezialisten für Arbeitsrecht, Thomas Geiser von der Universität St. Gallen. Geiser kam zum Schluss, dass mit dieser Änderungskündigung eine Vertragsverletzung einhergehe.

Gemäss dem Anwalt der Klägerin, Viktor Rüegg, kam auch der Richter in Luzern rasch zum selben Befund wie Thomas Geiser. Das heisst: Die Kündigung war missbräuchlich. Um das Gröbste, das heisst ein Urteil abzuwenden, stimmten Wyss, Studer und Berchtold einem Vergleich und damit einer Zahlung von 20 000 Franken zu .

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralscheiz am Sonntag».