Referendum
Über 600 Unterschriften zusammen – Horw stimmt über den Bebauungsplan Winkel ab

Die Horwerinnen und Horwer dürften auch über den zweiten, redimensionierten Bebauungsplan Winkel an der Urne befinden. Das Komitee sammelte über 100 Unterschriften mehr als nötig.

Roman Hodel
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Das Referendumskomitee «Horw-Winkel.ch» hat 619 Unterschriften gesammelt, damit die Horwerinnen und Horwer an der Urne über den Bebauungsplan Kernzone Winkel abstimmen können – nötig gewesen wären 500. Dies teilte das Komitee am Freitag mit. Die Unterschriften sind bereits von der Gemeinde beglaubigt. Der Gemeinderat wird aber die Rechtsverbindlichkeit des Referendums noch feststellen müssen. Anschliessend folgt innert sechs Monaten die Volksabstimmung.

Im Gemeindehaus Horw (von links): Eveline Zakaria und Beatrice Hunziker vom Referendumskomitee übergeben Gemeindeschreiberin Irene Arnold die 619 beglaubigten Unterschriften.

Im Gemeindehaus Horw (von links): Eveline Zakaria und Beatrice Hunziker vom Referendumskomitee übergeben Gemeindeschreiberin Irene Arnold die 619 beglaubigten Unterschriften.

Bild: PD

Dass es zum Urnengang kommen wird, ist keine Überraschung: Bereits im Dezember hatte das Komitee die Sammlung von rund 400 Unterschriften vermeldet. Es besteht aus vier Familien aus dem Quartier und einer Familie sonst aus Horw. Es bekämpft den Bebauungsplan, weil die beiden darin geplanten, bis zu 14 Meter hohen Mehrfamilienhäuser mit total 14 Wohneinheiten «eine Verdichtung am falschen Ort sind, viel Autoverkehr bedeuten und Tiere wie auch der Wasserhaushalt des Steinibachrieds bedrohen».

Der neue Bebauungsplan Kernzone Winkel gibt erneut zu reden.

Der neue Bebauungsplan Kernzone Winkel gibt erneut zu reden.

Bild: Boris Bürgisser (Horw, 5. Mai 2021)

Zweiter Anlauf für Bebauungsplan im Winkel

Es ist bereits der zweite Anlauf für einen Bebauungsplan in diesem Gebiet. Den ersten, mit noch grösseren Bauvolumen, hatte die Stimmbevölkerung 2016 abgelehnt. Damals wehrten sich verschiedene Organisationen wie der Quartierverein Winkel und Pro Natura gegen das Vorhaben. Danach berief die Gemeinde runde Tische ein, die allerdings erst in der kleinen Runde Ergebnisse brachten. Die neue Version hat der Einwohnerrat im letzten November genehmigt.

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