Reform des neunten Schuljahrs im Kanton Luzern nimmt erste Hürde

FDP-Kantonsrat Gaudenz Zemp stiess auf offene Ohren: Nicht nur der Regierungsrat, auch das Luzerner Kantonsparlament will eine Reform des dritten Sek-Jahres prüfen.

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(avd) Der Luzerner Regierungsrat überprüft, wie das neunte Schuljahr reformiert werden kann: Konkret sollen bessere Lösungen für lernmüde und lernschwache Schüler, aber auch leistungsstarke Schüler gefunden werden (wir berichteten). Den Auftrag fasste die Regierung gestern vom Kantonsrat. Mit 58 zu 52 Stimmen wurde ein Postulat von Gaudenz Zemp (FDP, St. Niklausen) erheblich erklärt.

Zur Debatte stand auch eine teilweise Erheblicherklärung. Das forderten vor allem SP und Grüne. Die Fraktionen hatten unter anderem befürchtet, dass die Lehrpersonen ohne zusätzliche Ressourcen mit einem Mehraufwand rechnen müssen.

«Teilweise Prüfung macht keinen Sinn»

Der parteilose Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann, der das Postulat von Anfang an unterstützte, weibelte mit Gaudenz Zemp für eine vollständige Überweisung des Vorstosses: «Wir wollen den Vorstoss prüfen, aber eine teilweise Prüfung macht keinen Sinn.»

Erst, wenn genügend Fakten zusammengetragen werden, können laut dem Regierungsrat auch Aussagen zu den personellen und finanziellen Auswirkungen gemacht werden. Dazu soll auch eine Studie der Pädagogischen Hochschule dienen.

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