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Reformierte Teilkirchgemeinde will Abspaltung

Die reformierte Teilkirchgemeinde Meggen-Adligenswil-Udligenswil will aus der Reformierten Kirchgemeinde Luzern austreten. Die Mitglieder fällten an der Frühlingsversammlung einen Grundsatzbeschluss.
Die Mitglieder der Kirchenpflege haben ihr Ziel erreicht: Christine Willimann, Ursina Parr, Max Kläy, Max Zellweger, Jan Reintjes (v.l.n.r.). (Bild: PD)

Die Mitglieder der Kirchenpflege haben ihr Ziel erreicht: Christine Willimann, Ursina Parr, Max Kläy, Max Zellweger, Jan Reintjes (v.l.n.r.). (Bild: PD)

Bei der Frühlingsversammlung der reformierten Teilkirchgemeinde Meggen-Adligenswil-Udligenswil am Montag gab besonders Traktandum sieben zu reden: «Grundsatzbeschluss über den Austritt der Teil-Kirchgemeinde Meggen-Adligenswil-Udligenswil aus der Reformierten Kirchgemeinde Luzern und zur Bildung der selbständigen Kirchgemeinde Meggen-Adligenswil-Udligenswil.»

Bei der Abstimmung folgten schliesslich 65 der 68 Anwesenden der Kirchenpflege, welche den Beschluss zur Annahme empfohlen hatte. Gründe für den Austritt sind laut Mitteilung der Kirchenpflege die erfolglosen Bemühungen für mehr Autonomie, mehr Mitbestimmung, mehr Transparenz und einfachere Strukturen.

Mit dem Grundsatzbeschluss ist der Weg nun frei für eine Urnenabstimmung nach den Sommerferien.

pd/bep

Reaktion

Mit grossem Bedauern nehme der Kirchenvorstand der Reformierten Kirchgemeinde Luzern den eindeutigen Entscheid der Teil-Kirchgemeinde-Versammlung von Meggen, Adligenswil und Udligenswil für eine Loslösung zur Kenntnis, schreibt sie in einer ersten Reaktion. Durch den Entscheid würden auch die Diskussionen und die Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der Totalrevision stark eingeengt. Gleichzeitig drohe mit dem geplanten Austritt eine Entsolidarisierung gegenüber Teil-Kirchgemeinden mit kleinem Steuersubstrat statt.

In ihrer Reaktion zeigt die Reformierte Kirche Luzern auch den langen Verfahrensweg auf: Neben der Zustimmung zum Grundsatzbeschluss ist eine weitere Zustimmung der Kirchgemeindemitglieder anlässlich einer Urnenabstimmung erforderlich. Danach müssen die Nebenbedingungen in einem Vertrag zwischen der Reformierten Kirchgemeinde Luzern und der Teil-Kirchgemeinde geregelt werden. Diesem Vertrag müssen die Stimmberechtigten der Teil-Kirchgemeinde erneut an der Urne zustimmen. Im Anschluss muss der Vertrag vom Grossen Kirchenrat der Reformierten Kirchgemeinde Luzern genehmigt werden. Bei Zustimmung können sich sämtliche Stimmberechtigten der Reformierten Kirchgemeinde Luzern im Rahmen eines obligatorischen Referendums an der Urne zum Vertrag äussern. Als letzte Instanz hat dann die Synode der Kantonalkirche den Austrittsvertrag zu genehmigen.

pd

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