Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Rega beteiligt sich an Institut für Rettungsmedizin in Nottwil

Die Sirmed AG gehört nicht mehr alleine der Paraplegiker-Stiftung in Nottwil. Denn die Rega hat sich zur Hälfte am Institut für Rettungsmedizin beteiligt. Damit soll die Zusammenarbeit der Organisationen weiter gestärkt werden.
Alexander von Däniken
Gehört nun zur Hälfte der Rega: Simulationsraum des Instituts für Rettungsmedizin in Nottwil. (Bild: Pius Amrein, 4. September 2018)

Gehört nun zur Hälfte der Rega: Simulationsraum des Instituts für Rettungsmedizin in Nottwil. (Bild: Pius Amrein, 4. September 2018)

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega übernimmt rückwirkend per 1. Januar 50 Prozent der Anteile am Schweizer Institut für Rettungsmedizin (Sirmed AG). Dieses ist eine Tochtergesellschaft der Schweizer Paraplegiker-Stiftung in Nottwil. Sirmed gehört damit zu gleichen Teilen den grössten Gönner-Organisationen des Landes, wie diese gestern mitgeteilt haben. Die Rega zählt rund drei Millionen Mitglieder, die Paraplegiker-Stiftung rund 1,8 Millionen.

Durch die Kooperation können im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Notfall- und Rettungsmedizin Synergien genutzt werden, wie es in der Mitteilung heisst. «Die Rega bietet seit Jahren ihren Partnerorganisationen eine wiederkehrende medizinische Ausbildung in Erster Hilfe an. Künftig wollen wir unseren Partnern Erste-Hilfe-Ausbildungen mit einem vom Interverband für Rettungswesen (IVR) anerkannten Zertifikat anbieten können, wofür eine anerkannte Ausbildungsorganisation notwendig ist», so Rega-Mediensprecher Adrian Schindler. Der Schwerpunkt liegt in der Ausbildung von Rettungskräften für die Unfallbergung von Rückenverletzten. Über die finanziellen Einzelheiten der Beteiligung durch die Rega ist Stillschweigen vereinbart worden.

«Davon profitieren unsere Patienten»

Josef Hofstetter, Direktor der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, erklärt: «Die Sirmed ist neu noch breiter aufgestellt, profitiert von neuen Inputs und kann ihre Kompetenzen im Kerngeschäft weiter ausbauen.» Rega-CEO Ernst Kohler streicht den Nutzen für die Patienten heraus: «Für eine erfolgreiche Rettung braucht es eine effiziente Zusammenarbeit der gesamten Rettungskette. Durch unser Engagement fördern wir die Aus- und Weiterbildung auf allen Stufen der Rettungsmedizin, was die Qualität der Zusammenarbeit am Unfallplatz verbessert. Davon profitieren unsere Patienten.»

Bei der Sirmed wird sich mit der Rega als Mitträgerin nichts ändern. Der Kernauftrag bleibe unverändert: Mit Bildungsangeboten die Notfallversorgung im Land weiter verbessern. Helge Regener bleibt Geschäftsführer und der Hauptsitz in Nottwil. Dort hat das Institut erst im letzten September einen Neubau mit mehr Fläche und den schweizweit modernsten Simulationsräumen ihrer Art eröffnet. (Wir berichteten – siehe Link am Ende des Textes.)

Sirmed bildet pro Jahr knapp 10'000 Personen aus

Die Sirmed nahm ihren Betrieb im Jahr 2002 mit vier Mitarbeitern auf, mittlerweile sind es 23 Festangestellte und rund 230 Personen im Stundenlohn. Im vergangenen Jahr nutzten fast 10'000 Personen aus der ganzen Schweiz das Sirmed-Bildungsangebot. Dieses steht auch Unternehmen offen.

Seit 2008 ist das Institut für Rettungsmedizin zudem eine Höhere Fachschule. Aktuell besuchen rund 60 Personen die dreijährige Ausbildung zum diplomierten Rettungssanitäter HF respektive den einjährigen Kurs zum Transportsanitäter mit eidgenössischem Fachausweis.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.