Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

REGELUNG: Stadt Luzern nimmt Werbe-Bildschirme in Schaufenstern ins Visier

Firmen werben mit diversen Mitteln um Aufmerksamkeit – das wirkt sich auch auf den öffentlichen Raum aus. Der Stadtrat will nun klarere Regeln schaffen.
Sandra Monika Ziegler
Auch für Werbung in Innenräumen könnten künftig Regeln gelten. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 1. März 2018))

Auch für Werbung in Innenräumen könnten künftig Regeln gelten. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 1. März 2018))

Übersteigt die Grösse der Werbung 0,25 Quadratmeter, so braucht es seit 2010 eine Reklamebewilligung. Diese wird mit einem vereinfachten Baubewilligungsverfahren durchgeführt. Falls die Werbung den öffentlichen Raum beansprucht, ist sie zudem konzessionspflichtig. So will es das Gesetz. Mit der Interpellation «Wie viel Werbung erträgt Luzern?» wollte die SP/Juso-Fraktion vom Stadtrat wissen, wie er verhindern will, dass Werbung den öffentlichen Raum übermässig beeinträchtigt.

Nun liegt die Antwort vor. «Wir haben erkannt, dass es ein Thema ist und auch ein gewisser Handlungsbedarf besteht», sagt Baudirektorin Manuela Jost (GLP). Sie spricht die Werbebildschirme an: «Solche Bildschirme stehen im Schaufenster, also im Innenraum. Doch ihre Wirkung reicht in den öffentlichen Raum.»

Bewilligungspflicht ist denkbar

Hier soll geprüft werden, ob eventuell neue Richtlinien bezüglich Grösse und auch Art der bewegten Bilder erarbeitet werden. Diese könnten damit ebenfalls bewilligungspflichtig werden. Denkbar wäre dies etwa bei besonders grellem, gelben Licht oder auch hektisch wechselnden Bildern. Diese Prüfung werde vor allem den Plan Lumière als Grundlage berücksichtigen, so Jost. Ziel sei es, eine Gleichbehandlung zwischen Werbung im öffentlichen Raum und auf privatem Grund zu erreichen.

Doch nicht nur die Werbebildschirme beschäftigen den Stadtrat. Ebenfalls ein Thema zur Überprüfung ist das vollständige Überkleben von Schaufenstern. «Das lässt die Fassade unbelebt wirken und das ist unattraktiv.»

Hinzu kommen Stechschilder, die von Wänden in den öffentlichen Raum ragen. Sie sind vorwiegend in der Alt- und der Kleinstadt zu sehen und hängen oft sehr dicht beieinander. Hier gelte es zu prüfen, so Jost, ob klarere Vorschriften erarbeitet werden müssten, um ein attraktives Gesamtbild zu erreichen. Einen Sinn mache diese Überprüfung nur schon deshalb, weil damit zusätzlich zur Attraktivierung der Innenstadt und damit des Stadtbildes beigetragen werde.

Die Stadt nimmt durch die Werbung pro Jahr rund 2,5 Millionen Franken ein. Dieser Ertrag wird aus Werbeformen auf öffentlichem Grund oder Grundstücken der Stadt Luzern sowie durch Plakatierung an Plakatstellen oder Stechschildern erzielt. An Erträgen aus Werbeflächen auf privatem Grund ist die Stadt nicht beteiligt. Sollten also neue Richtlinien und Präzisierungen erstellt werden, tangiert das die bisherigen Einnahmen nicht.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.