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REGIERUNG: Für Winiker bleibt nur Schärlis Departement

Die vier wiedergewählten Magistraten wollen ihre Departemente behalten. Damit wird SVP-Mann Paul Winiker Justiz- und Sicherheitsdirektor. Können er und seine Partei damit leben?
Der neu gewählte SVP-Regierungsrat Paul Winiker (rechts) dürfte Justiz- und Sicherheitsdirektor werden, Regierungspräsident Reto Wyss (CVP) möchte Bildungsdirektor bleiben. (Bild Nadia Schärli)

Der neu gewählte SVP-Regierungsrat Paul Winiker (rechts) dürfte Justiz- und Sicherheitsdirektor werden, Regierungspräsident Reto Wyss (CVP) möchte Bildungsdirektor bleiben. (Bild Nadia Schärli)

Lukas Nussbaumer

«Es macht wenig Sinn, nach vier Jahren im Amt das Departement zu wechseln.» Das sagt Regierungspräsident Reto Wyss (CVP) zur bevorstehenden Neuverteilung der Departemente innerhalb des Fünfergremiums. Gleich oder ähnlich äussern sich die ebenfalls erst kurze Zeit amtierenden Regierungsräte Guido Graf (CVP, seit 2010) und Robert Küng (FDP, wie Wyss 2011 erstmals gewählt). Ebenfalls kein Geheimnis ist, dass der 2007 in die Regierung gewählte und gestern klar bestätigte parteilose Finanzdirektor Marcel Schwerzmann seine Arbeit gerne weiterführen würde.

Laut Reto Wyss wird sich die Regierung an ihrer ordentlichen Sitzung von morgen Dienstag über die Verteilung der fünf Departemente unterhalten und einen Termin fixieren. «Unser Ziel ist es, dieses Geschäft möglichst schnell zu erledigen», so Wyss.

«Kann jedes Departement führen»

Angesichts dieser Ausgangslage scheint der Fall klar: Der neu gewählte SVP-Mann Paul Winiker wird Justiz- und Sicherheitsdirektor und damit Nachfolger von SP-Frau Yvonne Schärli, die ihr Büro im Sommer nach zwölf Jahren im Amt räumt. Winiker sagte gestern im Regierungsgebäude: «Als Generalist kann ich jedes Departement führen. Und als Milizoffizier, der 35 Jahre lang im Dienst stand, würde ich das Justiz- und Sicherheitsdepartement sehr gerne übernehmen.»

Auch SVP-Präsident Franz Grüter betonte, dass Winiker jedes Departement leiten könnte. Es sei allerdings «naheliegend, dass ihm das Justiz- und Sicherheitsdepartement bleibt, obwohl er ein sehr guter Finanzdirektor wäre». Finanzpolitik sei aus Sicht der SVP zwar sehr wichtig. Genauso gut sei es jedoch, wenn das Gedankengut seiner Partei bei der Justiz und Polizei eingebracht werden könne.

2011: 3 zu 2 für Küng gegen Wyss

So reibungslos die Verteilung der Departemente demnächst über die Bühne gehen dürfte, so umstritten war sie vor vier Jahren: Die beiden neu gewählten Reto Wyss (CVP) und Robert Küng (FDP) wollten beide Baudirektor und damit Nachfolger von Max Pfister (FDP) werden. Obsiegt hat am 19. Mai 2011 Robert Küng. Er gewann die nach längerer Diskussion nötig gewordene Abstimmung mit 3 zu 2 Stimmen. Für Wyss als Baudirektor stimmten nur er selber und Parteikollege Guido Graf.

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