Regierung verärgert Willisauer

Unter dem Kirchplatz liegen bedeutende Spuren der Kulturgeschichte. Sie bleiben wohl für immer verborgen. Vor der Gassensanierung fehlt Geld für eine Grabung.

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Der Kirchplatz vor der Katholischen Kirche St. Peter und Paul in Willisau. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Kirchplatz vor der Katholischen Kirche St. Peter und Paul in Willisau. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Die Luzerner Kantonsarchäologen werden vor der grossen Gassensanierung in Willisau auf die geplante Grabung beim Kirchplatz verzichten. Dies, obwohl die Stelle zu den bedeutenden archäologischen Fundstellen des Kantons gehört. Grund für den Verzicht sind fehlende finanzielle Mittel. Denn: Der Luzerner Regierungsrat hat vergangene Woche einen Nachtragskredit von 240'000 Franken für dieses Jahr abgelehnt. Damit hätte unter anderem die Grabung in Willisau finanziert werden sollen. Eine Verschiebung der Grabung aufs nächste Jahr – und damit eine Verzögerung des ganzen Sanierungsprojekts – ist nicht vorgesehen.

Der Willisauer Stadtrat rüffelt derweil die Kantonsregierung. «Ich bin äusserst verärgert. Ich erwarte, dass der Kanton seine Aufgaben wahrnimmt», sagt Stadtammann Wendelin Hodel zu einem Bericht des «Willisauer Boten». Die Archäologie gehöre ins Pflichtenheft des Kantons.

Die archäologische Grabung war für dieses Jahr geplant. Die Bauarbeiten für die Gassensanierung sollen im März 2013 beginnen und bis im September andauern. Am Sonntag genehmigte das Willisauer Stimmvolk mit 64 Prozent der Stimmen den 4-Millionen-Baukredit.

Thomas Oswald

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