REGIERUNGSRAT: Acht kämpfen um fünf Sitze

Schafft die SVP den Sprung in die Regierung? Falls Ja: Muss der parteilose Marcel Schwerzmann über die Klinge springen? Oder verliert die SP ihren Sitz?

Lukas Nussbaumer
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Wollen wiedergewählt werden (Bild links): Reto Wyss (unten), Guido Graf, Marcel Schwerzmann und Robert Küng. Wollen neu in die Regierung einziehen: Paul Winiker (links), Irina Studhalter, Felicitas Zopfi und Michael Töngi. (Bilder: Pius Amrein und Dominik Wunderli)

Wollen wiedergewählt werden (Bild links): Reto Wyss (unten), Guido Graf, Marcel Schwerzmann und Robert Küng. Wollen neu in die Regierung einziehen: Paul Winiker (links), Irina Studhalter, Felicitas Zopfi und Michael Töngi. (Bilder: Pius Amrein und Dominik Wunderli)

Lukas Nussbaumer

Guido Graf, Reto Wyss (beide CVP) und Robert Küng (FDP) heissen die drei bisherigen Regierungsräte, die um ihre Wiederwahl nicht bangen müssen. Die Frage lautet bloss, ob sie den erneuten Sprung ins Fünfergremium schon im ersten Wahlgang am 29. März schaffen, oder ob sie am 10. Mai in die zweite Runde müssen.

Etwas angespannter muss der amtsälteste Regierungsrat, der parteilose Finanzdirektor Marcel Schwerzmann, der Ausmarchung vom 29. März entgegenblicken. Schwerzmann, der seit 2007 in der Regierung sitzt, wird abwechslungsweise von der CVP, der SVP, der FDP und von der Linken kritisiert. Richtig unter Druck geriet Schwerzmann jedoch nicht. Dennoch: Wenn der eloquent auftretende Einzelkämpfer im ersten Wahlgang ein schlechtes Resultat erzielt und Graf, Wyss sowie Küng bestätigt werden, muss sich Schwerzmann warm anziehen. Die entscheidende Frage lautet in diesem Fall nämlich: Wer erhält die Stimmen der CVP- und FDP-Wähler? Nicht doch SVP-Kandidat Paul Winiker? Schliesslich ist ein Sitz der SVP als zweitgrösste Luzerner Partei in der Regierung grundsätzlich unbestritten.

Komitee zielt auf SP-Sitz

Möglich ist aber auch, dass sich der Fokus im zweiten Wahlgang auf die SP und deren Kandidatin Felicitas Zopfi richtet. Sie will den Sitz der abtretenden Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli verteidigen und sieht sich mit einem Komitee konfrontiert, das für eine rein bürgerliche Regierung kämpft. Dazu gehören nach Meinung des Komitees neben Graf, Wyss und Küng auch Schwerzmann sowie Winiker. Hinzu kommt, dass sich der mit mehr als 11 000 Mitgliedern mächtige Gewerbeverband des Kantons Luzern der Meinung des Komitees anschliesst.

Bloss Aussenseiterchancen hat der grüne Kantonsrat Michael Töngi. Der Krienser gehört im Parlament zwar zu den Aktiven, kann aber auf ein zu kleines Wählersegment zurückgreifen. Chancenlos ist die 21-jährige Irina Studhalter, die für die Jungen Grünen antritt.

Auffällig ist, dass drei der acht Kandidaten in Kriens wohnen: der bisherige Marcel Schwerzmann sowie Paul Winiker und Michael Töngi. Ebenfalls auffällig ist, dass mit zwei Frauen und sechs Männern gleich viele Kandidatinnen und Kandidaten antreten wie 2011.

Die Resultate der Regierungsratswahl 2011. (Bild: Tabelle: Neue LZ)

Die Resultate der Regierungsratswahl 2011. (Bild: Tabelle: Neue LZ)