REGIERUNGSRAT: Berufsfachschulen: Kompromiss gefunden

Der Luzerner Regierungsrat hat nach jahrelangen Diskussionen entschieden, wo welche jungen Berufsleute die Schule besuchen müssen. Die Lösung sieht die Regierung in der Bildung von Kompetenzzentren.

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Nicht nur KV: Auch Bäcker- und Konditorlehrlinge werden in Willisau künftig ausgebildet. (Bild Philipp Schmidli/NLZ)

Nicht nur KV: Auch Bäcker- und Konditorlehrlinge werden in Willisau künftig ausgebildet. (Bild Philipp Schmidli/NLZ)

Bei der Festlegung der der Standorte für Berufsschulen ist der Regierungsrat den Wünschen des Parlaments gefolgt – dieses unterstützte die Idee von Kompetenzzentren, wünschte sich aber, dass die Interessen der Regionen stärker gewichtet wurden.

Jahrelanger Streit
Seit Jahren wird über die Standorte der Berufsschulen eine verbissene Diskussion geführt. Dabei gerieten sich vor allem die Interessen der Berufsverbände und der Gemeinden Willisau und Sursee in die Quere, die beispielsweise nicht Teile ihrer KV-Ausbildung aufgeben wollten.

Den Kompromiss fand der Kansonrat schliesslich im März: Die kaufmännische Grundausbildung wird nun nicht nur in Sursee, sondern auch in Willisau angeboten; die Berufsmaturät wird auf der Landschaft weiterhin dezentral angeboten.

Die Änderungen werden ab sofort umgesetzt und sollen bis 2011 abgewickelt sein. Dadurch werden bis in drei Jahren auch die Raumprobleme der Berufsschulen gelöst sein.

gto/sda