Regierungsrat Luzern
Zweiter Anlauf: Die Diskussionen zur Gründung einer Zentralschweizer Filmstiftung gehen in die nächste Runde

Zur Stärkung der regionalen Filmförderung würde die Luzerner Exekutive ein interkantonales Engagement begrüssen.

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Dreharbeiten im Surseer Schulhaus St. Georg zum geförderten Film «The Lines Of My Hand» des Neuenkircher Regisseurs Christian Johannes Koch.

Dreharbeiten im Surseer Schulhaus St. Georg zum geförderten Film «The Lines Of My Hand» des Neuenkircher Regisseurs Christian Johannes Koch.

Bild: Nadia Schärli (22. Februar 2019)

(lf) Es ist ein Anliegen, das Kantonsrätinnen und Kantonsräte aller Parteien unterstützten: die Weiterführung und Stärkung der regionalen Filmförderung. Im Herbst stellte FDP-Kantonsrat Jim Wolanin hierzu eine Anfrage an den Regierungsrat. Nun hat dieser geantwortet.

Wolanin wollte etwa wissen, inwiefern sich die Regierung für die Weiterentwicklung des Films in der Region engagiere. In der Antwort heisst es, Luzern habe 2020 zusammen mit den anderen Zentralschweizer Kantonen die Förderrichtlinien überarbeitet und die einzelnen Förderbeträge erhöht sowie die Zugänge zur Förderung erleichtert. So würden heute in der gesamten Zentralschweiz jährlich rund 600'000 Franken für die Filmförderung gesprochen.

Weiter heisst es: «Mit der Gründung einer Filmstiftung Zentralschweiz sollen in Kooperation mit dem Verein Film Zentralschweiz zusätzliche Mittel zu Gunsten der Filmförderung generiert werden.» Nachdem die Gründung einer solchen Stiftung im ersten Anlauf scheiterte, seien die Statuten inzwischen überarbeitet und ein Finanzierungsmodell erstellt worden. Darüber diskutiert wird im Frühsommer.

Freie Mittel fliessen in die fünf grossen Kulturbetriebe

Eine weitere Frage Wolanins lautete, ob geplant sei, einen grösseren Anteil der ab 2023 durch das neue Kulturfördergesetz frei gewordenen Mittel für die Filmförderung einzusetzen. Die Luzerner Exekutive verneint indirekt. Die knapp drei Millionen Franken seien bereits in die allgemeine Staatskasse zurückgeführt worden. «Wir beabsichtigen, die Mittel wieder für die fünf grossen Kulturbetriebe zu verwenden», so die Antwort. Hierzu gehören das Theater, das Sinfonieorchester, das Kunstmuseum, das Verkehrshaus und das Lucerne Festival.