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Regierungsratswahl: Der Inwiler Fabian Peter soll den Willisauer Robert Küng beerben

Die FDP schickt den Inwiler Gemeindeammann und Kantonsrat Fabian Peter (41) ins Luzerner Regierungsratsrennen. Er hat sich am Donnerstagabend gegen Rolf Born und Jim Wolanin durchgesetzt – und darf alleine um Robert Küngs Nachfolge kämpfen.
Alexander von Däniken
Regierungsratkandidat Fabian Peter (rechts) nimmt Glückwünsche entgegen. (Sempach, 28. Juni 2018))

Regierungsratkandidat Fabian Peter (rechts) nimmt Glückwünsche entgegen. (Sempach, 28. Juni 2018))

Während sich an der Fussball-WM England und Belgien um den Gruppensieg duellierten, fand gestern Abend in Sempach ein spannender Dreikampf statt. Als Gewinn winkte die offizielle Regierungsratskandidatur der FDP Luzern für die Wahlen 2019. Anders als bei den Gruppenspielen in Russland, gab es bei der FDP aber nur einen, der weiterkam: Der Inwiler Gemeindeammann und Kantonsrat Fabian Peter (41) setzte sich in zwei Wahlgängen gegen seine Kantonsratskollegen Rolf Born und Jim Wolanin durch.

Über 400 Delegierte und Gäste sorgten für eine bis auf den letzten Platz gefüllte Festhalle in Sempach. Im ersten Wahlgang (absolutes Mehr: 177 Stimmen) überzeugte Fabian Peter 149 Delegierte, Rolf Born deren 130 und Jim Wolanin 73. Im zweiten Wahlgang (absolutes Mehr: 174 Stimmen) erreichte Peter 181 Stimmen. Damit soll Fabian Peter den freiwerdenden Regierungsratssitz des Willisauer Baudirektors Robert Küng beerben. «Ich bin stolz», sagte Peter nach der Wahl.

Die Regierungsratskandidaten Rolf Born (von links), Moderator Florian Ulrich, Fabian Peter und Jim Wolanin an der FDP-Delegiertenversammlung der FDP. Bild: Philipp Schmidli (Sempach, 28. Juni 2018 )

Die Regierungsratskandidaten Rolf Born (von links), Moderator Florian Ulrich, Fabian Peter und Jim Wolanin an der FDP-Delegiertenversammlung der FDP. Bild: Philipp Schmidli (Sempach, 28. Juni 2018 )

Lebhafte Diskussion um Einer- oder Zweierticket

Parteipräsident Markus Zenklusen und Andreas Moser, FDP-Fraktionschef im Kantonsrat, schworen die Delegierten zu Beginn auf eine Zweierkandidatur ein – also auf den Antrag der erweiterten Geschäftsleitung. Die Regierungsratswahl sei ein Wettkampf. «Es lohnt sich, mit Mut und Selbstbewusstsein in diesen zu steigen», sagte Moser.

Der Eschenbacher Kantonsrat Othmar Amrein stellte den Antrag auf eine Einerkandidatur: «Es ist richtig, visionär zu sein. Es ist aber falsch, einer Utopie zu verfallen.» Man habe mit dem parteilosen Marcel Schwerzmann bereits einen Regierungsrat, der in vielen Punkten ähnlich denke wie die FDP. Für eine Einerkandidatur sprachen sich auch alt Regierungsrat Max Pfister und ein Delegierter der liberalen Senioren aus. Für eine Zweierkandidatur votierten unter anderem die Jungfreisinnigen und Nationalrat Peter Schilliger. Schliesslich haben sich die Delegierten in geheimer Abstimmung mit 234 zu 107 Stimmen für eine Einerkandidatur entschieden.

Die Qual der Wahl

Nach Festlegung des Wahlmodus stellten sich die drei Kandidaten vor. Der Emmer Rolf Born (55) hob seine Erfahrung hervor – als Gemeindepräsident, als alt Fraktionschef, als Kantonsrat. Der Inwiler Fabian Peter (41) betonte seinen beruflichen Rucksack. Er führt mit seinem Bruder ein Sanitär- und Heizungsgeschäft. Der Neuenkircher Jim Wolanin (40) hob seine Laufbahn hervor: vom Zehnjährigen, der sich das erste Sackgeld für ein Skateboard verdient hat, bis hin zum Gemeinderat und Unternehmensberater.

So unterschiedlich die eigenen Präsentationen waren – beim anschliessenden Podiumsgespräch drückte durch, dass alle drei Kandidaten ähnliche Schwerpunkte setzen: bei den Finanzen nur so viel ausgeben wie einnehmen, beim Verkehr auf Tiefbahnhof und Bypass setzen.

Fabian Peter wird an der FDP-Delegiertenversammlung in Sempach zum Regierungsratskandidaten nominiert. Bild: Philipp Schmidli (Sempach, 28. Juni 2018 )

Fabian Peter wird an der FDP-Delegiertenversammlung in Sempach zum Regierungsratskandidaten nominiert. Bild: Philipp Schmidli (Sempach, 28. Juni 2018 )

Fabian Peter, wie fühlen Sie sich als mutmasslicher Nachfolger von Robert Küng?

(lächelt) Sehr gut. Ich bin glücklich und stolz.

Was, denken Sie, hat den Ausschlag gegeben: Ihre Tätigkeit im Familienunternehmen?

Das war sicher ein Punkt. Ich glaube aber auch, dass ich mich am Abend gut verkaufen und damit viele Delegierte überzeugen konnte.

Hat Ihnen das Einerticket geholfen?

Wahrscheinlich. Auch ich habe mich als Kandidat für ein Einerticket ausgesprochen. Das gibt mehr Planungssicherheit fürs Geschäft. Und es ist auch leichter, gewählt zu werden.

Die Wahlen sind erst im Frühling 2019. Was machen Sie bis dahin?

Zuerst einmal Sommerpause. Dann stellen wir ein Wahlkampfteam zusammen.

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