Regio-Express: Petition fordert Halt in Rothenburg Dorf statt Station

Der Verkehrsverbund Luzern soll beim Fahrplanwechsel 2020 nochmals über die Bücher. Die Petition wurde von allen im Emmer Einwohnerrat vertretenen Parteien lanciert, denn der Bahnhof Rothenburg Dorf steht auf Emmer Boden.

pd/hor
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Um den Halt des Regio-Express ist ein Streit entbrannt. (Bild: Archiv LZ)

Um den Halt des Regio-Express ist ein Streit entbrannt. (Bild: Archiv LZ)

Der Entscheid des Verkehrsverbunds Luzern (VVL), wonach der Regio-Express ab dem Fahrplanwechsel 2020 neu in Rothenburg Station hält und nicht Rothenburg Dorf, hat in der Gemeinde Emmen, zu Kritik geführt – auf deren Boden steht die Haltestelle. Die CVP kündigte bereits eine Petition an (wir berichteten) – diese ist nun Tatsache, und zwar mit Unterstützung aller im Emmer Einwohnerrat vertretenen Parteien und dem Quartierverein Bösfeld-Kapf. Konkret heisst es darin: «Wir fordern vom Verkehrsverbund Luzern und vom Luzerner Regierungsrat, den Halt des RegioExpress Olten-Luzern am Bahnhof Rothenburg Dorf per Fahrplanwechsel 2020.» Der Entscheid ist laut den Petitionären «völlig unverständlich».

So befinden sich im Umkreis des Bahnhofs Rothenburg Dorf 9543 Bewohner und 1679 Arbeitsplätze, beim Bahnhof Rothenburg Station aber nur 328 Bewohner und 2862 Arbeitsplätze. Dieses Gebiet werde sich aber entwickeln, so der VVL. Für die Petitionäre klingt dies nach einem Halt auf Vorrat, während in Rothenburg Dorf eine «akute Problematik» bestünde.

Regio-Express soll ab Ende 2020 in Rothenburg Station halten

Der Bahnhof Rothenburg Station wird nicht nur ausgebaut, sondern künftig gegenüber  Rothenburg Dorf bevorzugt. Der Verkehrsverbund kommt damit einem Anliegen der Gemeinde Rothenburg und des Kantons Luzern nach – und verärgert Emmen.
Beatrice Vogel