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REGION: 17 Hochhäuser für Luzern Süd?

Eine Studie zeigt auf, wo in Kriens, Horw und Luzern neue Hochhäuser ent­stehen könnten. Einige haben kaum Realisierungschancen.
Luca Wolf
Auf der Allmend wurden bereits zwei Hochhäuser realisiert. (Bild: Stefan Kaiser/Neue LZ)

Auf der Allmend wurden bereits zwei Hochhäuser realisiert. (Bild: Stefan Kaiser/Neue LZ)

Luzern Süd, das Gebiet zwischen Eichhof und der Horwer Seebucht, hebt ab. Auf dem aus einem Wettbewerb als Sieger gekürten Projekt sieht man neun neue Hochhäuser – plus weitere acht von bestehenden Projekten. Hierbei handelt es sich um einen Beitrag zu einer städtebaulichen Idee, die nun noch vertieft wird. «Hochhäuser haben eine wichtige stadträumliche Funktion. Das Gebiet Luzern Süd kann mit solchen Landmarken abgesteckt werden», sagt Ursina Fausch vom Siegerteam.

Horwer Seebucht: Hier, vis-à-vis der Sand und Kies AG, könnten zwei 80-Meter-Hochhäuser entstehen. Die Hochhäuser würden laut Fausch das Eingangsportal zu Luzern Süd darstellen. Zusammen mit der angedachten neuen S-Bahn-Haltestelle vor der Haustür könnte ein neues Quartier entstehen. Realisierungschancen: gering, weil die Gemeinde derzeit andere Prioritäten setzt und kein konkretes Projekt besteht.

Horwer Bahnhof: Hier soll in den nächsten Jahren die Überbauung Horw Mitte mit 520 Wohnungen entstehen. Realisierungschancen für die drei bisher geplanten 45-Meter-Hochhäuser: sehr hoch, die Planung ist weit fortgeschritten. Das von den Architekten hinzugefügte vierte Hochhaus entlang der Ringstrasse (45 Meter) bleibt eine Vision.

Pilatusmarkt: Bei der Autobahnausfahrt Luzern-Horw könnte ein 80-Meter-Hochhaus entstehen. Es soll laut Fausch auch auf dieser Seite ein Abschluss von Luzern Süd bilden. Realisierungschancen: gering. Luzern-Süd-Gebietsmanager Thomas Glatthard begründet: «Die Erschliessung dieses Standorts ist nicht gewährleistet.»

Mattenhof: Hier bei der S-Bahn-Haltestelle sind diverse Überbauungen geplant. Hochhäuser könnten vier entstehen: drei auf Krienser Boden (zwei 45, eins 80 Meter hoch) und eins (45 Meter) auf der anderen Seite der Gleise neben dem Horwer Behindertenheim Brändi. Realisierungschancen: sehr hoch, was die drei Hochhäuser in Kriens betrifft. Die Planung ist in vollem Gang. Offen ist noch, ob der Kanton den 80-Meter-Turm bewilligt. Das Hochhaus neben dem Brändi war noch nie Bestandteil einer Planung und deshalb reine Vision. Glatthard sieht eher eine andere Variante: «Wenn wir beim Mattenhof-Kreisel einen öffentlichen Platz gestalten könnten, wären eher in diesem Bereich weitere Hochhäuser möglich.»

Arsenalstrasse: Zwei 80-Meter-Hochhäuser entlang der Arsenalstrasse, zwischen Südpol und Grosshof-Gefängnis, könnten sich die Planer vorstellen. Fausch: «Die Gebäude hätten eine wichtige stadträumliche Funktion. Sie würden sowohl gegenüber den bestehenden Allmend-Hochhäusern als auch in Richtung Kriens eine Landmarke setzen.» Realisierungschancen: nicht schlecht. Obwohl in diesem Gebiet gemäss laufender Ortsplanungsrevision nur maximal 35-Meter-Häuser erlaubt sind. Der Krienser Gemeindeammann Matthias Senn gibt deshalb zu bedenken: «Das Architektenteam wird sowohl die Eignung dieser Standorte als auch die Begründung, wieso höher gebaut werden soll, ausweisen müssen.» Aber grundsätzlich sei der Standort geeignet.

Luzernerstrasse: Auf Stadtboden, zwischen Luzerner- und Arsenalstrasse, könnten zwei 80-Meter-Gebäude entstehen. «Als Abschluss von Luzern Süd und als Stadteingang», sagt Fausch. Realisierungschancen: derzeit keine. In der Revision der städtischen Zonenordnung waren diese Standorte nie ein Thema. «Vielleicht ist das eine Option für spätere Generationen», sagt Ruedi Frischknecht, Leiter Stadtentwicklung.

Eichhof: Das Projekt Eichhof-West sieht unter anderem zwei Hochhäuser mit 58 und 68 Metern Höhe vor. Realisierungschancen: unklar. Weil Anwohner dagegen sind, verzögert sich das Projekt zumindest.

Standorte streichen und anpassen

Das Siegerteam um die Zürcher Architekten Ernst, Niklaus, Fausch kann nun in einem Folgeauftrag bis Ende Jahr sein Projekt weiter bearbeiten. Laut Glatthard werden dann wohl ein paar Standorte rausfallen, dafür könnten neue vorgeschlagen werden. Auch über die Höhe müsse noch intensiv diskutiert werden. «Die Umsetzung liegt danach bei den Gemeinden.» Es liege dann an ihnen, entsprechende Zonenpläne zu erlassen.

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