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REGION: Bescherung mit persönlicher Note

Gallivater, Zunftmeister und die ganze Entourage bringen die Fasnacht in die gute Stube. Mit dabei meist ein persönliches Präsent.
Sandra Monika Ziegler

Die Bescherungstour ist eine Tour mit Tradition, die bei allen Beteiligten wie auch bei den Beschenkten äusserst beliebt ist. So beschenken Gallivater und Zunftmeister Menschen in der Gemeinde. Die Tour führt vor allem in Altersheime und Kindergärten.

Nicht alles kommt in die Tüte

Obwohl gewiss ist, dass einem geschenkten Gaul nicht ins Maul geschaut wird, ist jede Zunft, allen voran der Zunftmeister, sorgsam darum bemüht, etwas Spezielles zu schenken. Die Palette der kleinen Geschenke reicht von naturbelassenen Gummibärchen über Schminksets zu Schlüsselanhängern und von quakenden Fröschen bis zu ausgesuchten regionalen Spezialitäten, um nur einige aufzuzählen. Wichtig für die Auswahl sind die Erfahrungswerte, die den Zunftmeistern jeweils zugespielt werden. So kommen die Geschenke an. Doch an erster Stelle steht der Besuch an sich, wie Guido Hübscher, Leiter Heime Kriens betont: «Der Besuch war sehr beeindruckend. Es ist eine Tradition, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern sehr geschätzt wird. Viele können den Sonntag, an dem die Fasnacht ins Haus kommt, kaum erwarten und freuen sich bereits Tage zuvor darauf. Es ist immer sehr emotional und freudig.» Besonders Krienser würden sich beim Anblick des traditionellen Krienser Wöschwybs an die eigene vergangene Fasnacht erinnert, so Hübscher. Diese Freude fühlte auch Gallivater Thomas Fischer auf seiner Tour: «Wir wurden begeistert und sehr herzlich empfangen.» In sein Päckli kam als persönliche Note das «Enzli» ein Feingebäck mit Kokos- und Mandelgeschmack aus der gleichnamigen Krienser Bäckerei. Wird eigentlich bewusst darauf geachtet, dass heimisches Gewerbe zum Zuge kommt? Gallivater Fischer: «Sicher habe ich in Kriens und Umgebung eingekauft. Aber ausser den Enzlis habe ich nicht bewusst darauf geachtet.» Die Bescherungstour geht ins Geld. Wie viel für die 300 Päckchen budgetiert wurde, bleibt jedoch des Gallivaters Geheimnis.

Schenkeli vom Dorfbäcker

Gesprächiger zeigt man sich da bei der Fröschen-Zunft Meggen. Das Zunftmeisterpaar der Fröschen-Zunft samt Gefolge besuchte an zwei Tagen acht Örtlichkeiten. Hier kostet eine «klassische Tüte» inklusive Zunftsignet an die 15 Franken. Eingekauft wurde in Meggen und Umgebung, wie Weibel Otmar Schütz bestätigt: «Und da die Frau Zunftmeister eine Apotheke führt, wurde auch dort noch eingekauft.»

Das sei Usus, wie Weibel Schütz betont, wer als Zunftmeister ein Gewerbe betreibe, packe oftmals etwas aus dem eigenen Haus oder auch ein Werbegeschenk mit ein. Es werde aber schon darauf geachtet, dass die Präsente aus der Region stammen. Als persönliche Note hat das Zunftmeisterpaar Schenkeli vom Dorfbäcker gewählt.

Sandra Monika Ziegler

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