REGION: Kaum Platz für Asylbewerber

Die Gemeinden in der Agglomeration müssen künftig mehr Asylbewerber aufnehmen. Wo diese leben sollen, ist die grosse Frage.

Alexander von Däniken
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Asylbewerber in der Mensa des Asylempfangs- und Verfahrenszentrums in Chiasso. (Bild: Keystone)

Asylbewerber in der Mensa des Asylempfangs- und Verfahrenszentrums in Chiasso. (Bild: Keystone)

Die Luzerner Regierung will das Asylwesen neu regeln. Jede Gemeinde soll pro 250 Einwohner einen Asylbewerber aufnehmen. Dieser Verteilschlüssel ist zwar erst angedacht, soll aber Realität werden, wenn die Zahl der Asylsuchenden deutlich zunimmt. Vor allem die Gemeinden in der Luzerner Agglomeration werden den Verteilschlüssel zu spüren bekommen. Von insgesamt 461 zusätzlichen Plätzen müssen 348 in Luzern und den umliegenden Gemeinden geschaffen werden.

Kriens hofft auf Zentrum

Kriens verfügt derzeit über 41 Plätze, muss aber gemäss der Regierung dereinst 103 Plätze für Asylsuchende anbieten. Der Gemeinderat setzt darauf, dass auf dem Grosshof-Areal bald das kantonale Asylzentrum mit 120 Plätzen realisiert werden kann. «Dann würde die Gemeinde vom Kanton um 90 Plätze entlastet», erklärt Sozialvorsteher Lothar Sidler. Doch das geplante Asylzentrum ist vor allem seitens der SVP umstritten. Wird das Zentrum nicht gebaut, «würde das unsere Gemeinde vor ein grosses Problem stellen», sagt Sidler. Denn der Wohnraum in Kriens ist knapp. «Vor allem günstige Wohnungen sind rar.»

Mit diesem Problem kämpfen fast alle Gemeinden in der Agglomeration. Zum Beispiel Meggen, welches sein Kontingent von derzeit 3 auf 27 vergrössern soll. «Der von der Regierung angedachte Verteilschlüssel ist deshalb vor allem in attraktiven Wohngemeinden ein heisses Eisen», sagt der Megger Gemeindepräsident Urs Brücker.

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