REGION LUZERN: Es fehlt vielerorts an Tagesmüttern

Die Suche nach einer Tagesfamilie ist oft schwierig, gerade wenn die Eltern unregelmässig arbeiten. Das Problem kennen viele Gemeinden.

Olivia Steiner
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Eine Tagesmutter spielt mit ihren Schützlingen auf einem Spielplatz. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Eine Tagesmutter spielt mit ihren Schützlingen auf einem Spielplatz. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

«Wir suchen dringend flexible Tagesmütter, die bereit sind, Kinder zu unregelmässigen Zeiten zu betreuen.» Dies sagt Barbara Feldbauer, Tagesfamilien-Vermittlerin in Rothenburg. Der Hintergrund: Für Eltern, die unregelmässig arbeiten, ist die Fremdbetreuung ihrer Kinder oftmals eine grosse Herausforderung. Denn Kindertagesstätten bieten nur fix geregelte Betreuungstage an. Zudem sind deren Öffnungszeiten beschränkt. Tagesfamilien bieten zwar eine grosse zeitliche Flexibilität, sind jedoch meist auch nicht fünf Tage pro Woche verfügbar. Doch genau diese variable Verfügbarkeit ist für gewisse Eltern sehr wichtig, wie Feldbauer erklärt: «Wer sehr unregelmässig arbeitet, ist auf eine flexible Vereinbarung angewiesen.» Deshalb sucht der Verein Tagesfamilien-Vermittlung Rothenburg Personen, die bereit sind, Kinder an wechselnden Wochentagen und zu unterschiedlichen Zeiten wie auch mal abends oder frühmorgens zu betreuen.

Manche Mütter geben Job auf

Das Problem ist auch anderen Gemeinden bekannt. In der Stadt Luzern etwa ist die für die Vermittlung von Tageseltern zuständige Frauenzentrale Luzern stets auf der Suche nach Tagesfamilien. Leiterin Daniela Bär sagt: «Die meisten Tagesmütter bieten zwei bis drei Tage pro Woche einen Betreuungsplatz an, da sie noch Teilzeit berufstätig sind. Daher ist es enorm schwierig, einen Platz zu finden, wenn die Eltern unregelmässig arbeiten.» 2012 wurden in der Stadt Luzern 119 Kinder von 45 Tagesmüttern betreut. Doch damit konnten nicht alle Anfragen positiv beantwortet werden. Bär: «Für mindestens zehn Kinder konnten wir keinen Platz vermitteln. Deren Eltern lösten dann die Betreuung privat, oder die Mutter gab ihre Arbeitsstelle zu Gunsten der Kinderbetreuung auf.»

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