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REGION LUZERN: Füchse werden zum Problem

Jagdaufseher in Horw schlagen Alarm: Die Fälle von Fuchsräude nehmen zu. Darunter leiden auch Hunde und Katzen.
Ein Fuchs. (Bild Bernhard Siegel/DJV)

Ein Fuchs. (Bild Bernhard Siegel/DJV)

«Wir mussten dieses Jahr bereits 30 befallene Füchse töten», sagt Hans Seeberger, Jagdaufseher in Horw. Und sein Kollege Erich Graber ergänzt: «Die Situation ist so schlimm wie noch nie zuvor. Es scheint, als ob fast alle Füchse hier erkrankt seien.»

Durch Milben verursacht
Räude ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Milben verursacht wird. Schuppen, dicke Krusten und Haarausfall sind laut dem Luzerner Kantonstierarzt Josef Stirnimann die typischen Symptome. Die betroffenen Füchse verenden elendiglich.

Die Räude ist auch ein Problem für die Haustiere wie Hunde und Katzen. Diese können durch direkten Kontakt angesteckt oder von einer vom Fuchs abgefallenen Milbe infiziert werden. Im Gegensatz zu den Füchsen können Haustiere aber erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden.

Pilatus-Nordhang stark betroffen
Die Krankheit breitet sich zunehmend aus. 2009 waren gemäss Angaben der Abteilung Fischerei und Jagd im Kanton Luzern 37 von 123 Jagdrevieren von mindestens einem Räudefall betroffen. Im Jahr 2008 waren es erst 19. Je mehr Füchse auf engem Raum leben, desto höher ist die Ansteckungsgefahr. Neben Horw ist besonders der Nordhang des Pilatus, von Luzern über Kriens, Schwarzenberg und Malters bis ins Entlebuch, betroffen. Insgesamt leben im Kanton Luzern mehrere tausend Füchse.

Schweizweite Zunahme
Die Fuchsräude ist in der ganzen Schweiz auf dem Vormarsch. «Die Fläche der betroffenen Gebiete nimmt zu», sagt Marie-Pierre Ryser, die im Auftrag des Bundesamts für Umwelt die Ausbreitung von Wildtierkrankheiten überwacht. Auch in der Zentralschweiz würden die Fallzahlen steigen. Im Kanton Zug gab es 2009 erstmals einzelne Fälle.

Jan Flückiger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

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