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REGION: Schnapszahl sorgt für Heiratsboom

Am heutigen 7. 7. 2017 sind Zivilstandsbeamte begehrte Leute: Deutlich mehr Paare als üblich geben sich das Jawort. Um für heute einen Termin zu bekommen, standen manche Brautpaare sogar Schlange.
Isabelle Jost
Fabienne Willi und Alain Strüby heiraten heute. Hier sind sie im Bootshaus beim Hotel Seeburg zu sehen. (Bild: Isabelle Jost (6. Juli 2017))

Fabienne Willi und Alain Strüby heiraten heute. Hier sind sie im Bootshaus beim Hotel Seeburg zu sehen. (Bild: Isabelle Jost (6. Juli 2017))

7. 7. 2017: Ein besonderes Datum für einen besondern Tag? Madlen Brunner, Leiterin Zivilstandsamt Luzern, kann das bestätigen: Am heutigen Tag sind es zwölf Paare, die im Rathaus Luzern den Bund der Ehe schliessen werden. Laut Madlen Brunner sind dies etwas mehr als gewöhnlich. Eines der Paare, die sich heute das Jawort im Herzen der Stadt geben, sind Fabienne Willi (25) und Alain Strüby (27) aus Hildisrieden.

Weshalb haben die beiden dieses Datum gewählt? Spontan antwortet der Bräutigam in spe: «Damit ich das Datum nicht vergesse», und schmunzelt. Doch der eigentliche Grund sei, dass sie ihre Beziehung mit diesem Datum würdigen wollten. ­Fa­bienne Willi ergänzt, dass sie am 9. Januar, also schon vor einem halben Jahr, um 7.15 Uhr auf dem Zivilstandsamt bereits die Zehnte in der Warteschlange war, um genau diesen Termin reservieren zu können. Das Rathaus in Luzern haben die beiden bewusst gewählt. Dort haben nämlich bereits die Eltern des Bräutigams und die Grosseltern der Braut geheiratet. Für die kirchliche Trauung lässt sich das Brautpaar noch Zeit: Die «richtigen» Kirchenglocken läuten für die beiden erst am 12. August.

Im Luzerner Rathaus kann man sich immer freitags trauen lassen. «Vorsorglich wird an speziellen Daten darauf geachtet, dass genügend Mitarbeiter zur Verfügung stehen», erklärt Madlen Brunner. Falls ein Datum mit besonderen Zahlen auf einen anderen Wochentag fällt, reserviert das Zivilstandsamt die Räumlichkeiten im Rathaus zusätzlich, damit die zukünftigen Eheleute in den historischen Räumen verheiratet werden können.

Doppelt so viele «trauen» sich

Und wie sieht es ausserhalb der Stadt aus? «In Horw heiraten morgen fünf Paare, normalerweise sind es nur ein bis drei Paare», sagte Andreas Meier vom Zivilstandsamt Horw. Die meisten Paare wählen für ihren Vermählungstag die Villa Krämerstein, die als besonderer Trauungsort am See angeboten wird. Auch in Emmen wird heute eine Sonderschicht eingelegt: «In den Sommermonaten trauen wir in der Regel drei Paare, aber morgen sind es sogar sieben», freut sich Manuela Bruni, Teamleiterin Zivilstandsamt Emmen. Die Krienser legen scheinbar weniger Wert auf besondere Zahlenkombinationen – dort heiraten morgen sogar weniger als üblich.

Der heutige Tag, der 7. 7. 2017, soll für alle Heiratswillige ein Glückstag werden. Sicher ist: Das Wetter stimmt, die Outfits sind gewählt, die Getränke gekühlt. Nun bleibt noch zu hoffen, dass keines der Brautpaare dieses besondere Datum in den kommenden Jahren vergessen wird.

Isabelle Jost

region@luzernerzeitung.ch

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