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REGION: Trotz neuer Konkurrenz: «Die ‹Stadt› bleibt unser Flaggschiff»

Als neues Aushängeschild der Schifffahrtsgesellschaft wird das MS «Diamant» bezeichnet. Welche Auswirkung hat dies auf die fünf Dampfschiffe? An der GV der Dampferfreunde relativierte der Verwaltungsratspräsident die Aussagen der Stadträtin.
Christian Hodel
Für die Dampferfreunde bleibt die «Stadt Luzern» das Flaggschiff. (Bild: Pius Amrein/LZ)

Für die Dampferfreunde bleibt die «Stadt Luzern» das Flaggschiff. (Bild: Pius Amrein/LZ)

Feierlich hat die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) diese Woche ihr neues Motorschiff auf den Namen MS «Diamant» getauft (wir berichteten »). Es sei das Flaggschiff der Flotte, liess Stadträtin Manuela Jost verlauten – und irritierte damit so manches der 10 000 Mitglieder des Vereins Dampferfreunde Vierwaldstättersee.

Am Samstag nun an der 45. Generalversammlung der Dampferfreunde in Brunnen relativierte Hans-Rudolf Schurter, Verwaltungsratspräsident der SGV, die Aussagen der GLP-Stadträtin. Da das Dampfschiff «Stadt Luzern» 15 Zentimeter länger, 170 Zentimeter breiter und auch einige Tonnen schwerer sei als das MS «Diamant», müsse die Frage nach dem Flaggschiff gar nicht mehr gestellt werden, sagte er. «Die ‹Stadt›, in Betrieb gestellt im Jahre 1928, ist und bleibt unser Flaggschiff.» Die 750 anwesenden Dampferfreunde in der Sporthalle in Brunnen applaudierten lautstark.

10,7 Millionen Franken für Sanierung

Auch Damian Müller, Luzerner FDP-Ständerat und Präsident der Dampferfreunde, nahm mehrfach Bezug zum neuen Motorschiff. «Das MS ‹Diamant› ist für uns keine Konkurrenz», sagte er. «Es ist eine Ergänzung und gleichzeitig Motivation, weiterhin alles dafür zu tun, dass unsere fünf Perlen auf dem Vierwaldstättersee im Fahrplan fahren.»

Damit dies gelingt, braucht der Verein, der sich seit 1972 für die Erhaltung der Dampfschiffe auf dem Vierwaldstättersee einsetzt, vor allem eins: Geld. Zwar beläuft sich das Vereinsvermögen derzeit auf rund 3,3 Millionen Franken, wie der Kassier der Dampferfreunde am Samstag erläuterte. Doch es steht vor allem eine grössere Investition an. Damit die «Stadt Luzern» auch künftig mit Volldampf über den See gleitet, muss sie umfassend saniert werden. SGV-Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Schurter informierte die Vereinsmitglieder über den Projektstand. Seit der letztjährigen GV sei einiges passiert, sagte er. Der Verwaltungsrat habe das Projekt offiziell ausgelöst. Das Budget für die Sanierung, die ab Herbst 2018 beginnen soll, betrage 10,7 Millionen Franken. Mit wie viel Geld sich die Dampferfreunde beteiligen werden, ist noch unklar. Der Verein werde eine Sammelaktion starten, sagte Präsident Müller. Offizieller Start der Sammlung sei am 23./24. Juni 2018 – dann werde das Dampfschiff nämlich 90 Jahre alt. Fest steht schon jetzt: Auch beim sanierten Dampfschiff – das im April 2020 oder spätestens 2021 wieder im Einsatz stehen soll – wird kein Personenlift eingebaut. Ebenso werde keine Schiffsverlängerung vorgenommen, wie von einigen gewünscht wurde. «Diese Optionen hätten die Generalvision um rund 2,5 Millionen Franken verteuert», sagte Schurter. «Das können und wollen wir uns nicht leisten.» Neben Infos zum aktuellen Zustand der fünf Dampfschiffe, die im vergangenen Jahr 66 000 Kilometer auf dem See zurücklegten, informierte Damian Müller die Mitglieder auch über den neuen Internetauftritt des Vereins. Seit Freitag ist die Website in einem neuen Design online. Ebenso wurde ein neuer Flyer gestaltet und vorgestellt. Letztlich dankte Müller den zwei abtretenden Vorstandsmitgliedern, die nicht ersetzt werden. Es sind dies Esther Gehrig (10 Jahre im Vorstand) und Sergio Bonomo (34 Jahre im Vorstand).

Christian Hodel

christian.hodel@luzernerzeitung.ch

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