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REGION: Zahl der Geburten steigt weiter an

Von Jahr zu Jahr kommen in der Zentralschweiz mehr Kinder zur Welt. Das dürfte auch 2016 wieder so sein. Für den Boom gibt es vor allem einen Grund.
Yasmin Kunz
Zoey Krauer hat das geburtenstärkste Jahr seit 20 Jahren eingeläutet. Das Mädchen erblickte am 1.1.2015 als erstes Zentralschweizer Baby das Licht der Welt. (Bild Roger Grütter)

Zoey Krauer hat das geburtenstärkste Jahr seit 20 Jahren eingeläutet. Das Mädchen erblickte am 1.1.2015 als erstes Zentralschweizer Baby das Licht der Welt. (Bild Roger Grütter)

Yasmin Kunz

Rekord: 4192 Babys haben letztes Jahr im Kanton Luzern das Licht der Welt erblickt – so viele wie letztmals vor 20 Jahren. Das teilte gestern Statistik Luzern (Lustat) mit. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 wurden im Kanton Luzern 39 Säuglinge weniger geboren. 2013 waren es gar 127 Geburten weniger als im vergangenen Jahr.

Das geburtenreiche Jahr war auch für die meisten Kliniken in der Zentralschweiz Spitze (siehe Tabelle). So zum Beispiel für das Kantonsspital Nidwalden: Waren es 2014 noch 522 Geburten, verzeichnete man vergangenes Jahr 577. Spitaldirektor Urs Baumberger sagt: «An Spitzentagen kamen sieben Kinder auf die Welt.» Ebenfalls rund 50 Geburten mehr registrierte man am Kantonsspital Zug, wo die Zahl innert Jahresfrist von 843 auf 894 Geburten anstieg. Der Trend in der Zentralschweiz ist auch ein nationaler: Schweizweit erblickten 2015 gemäss dem Bundesamt für Statistik 86 559 Babys das Licht der Welt und damit 1272 Neugeborene mehr als im Jahr zuvor.

Mehr Kinder pro Frau

Die steigenden Geburtenzahlen seien vermutlich unter anderem auf die demografische Entwicklung, sprich: auf das Bevölkerungswachstum, zurückzuführen, sagt Sonja Metzger, Sprecherin des Kantonsspitals Zug.

Urs Baumberger, Direktor des Spitals Nidwalden, kennt noch einen anderen Grund: «Wir stellen die Tendenz fest, dass Frauen durchschnittlich wieder mehr Kinder bekommen.» Diese Beobachtung macht man auch an der Hirslanden-Klinik St. Anna in Luzern und beim Spital Schwyz. Doris Item Schumacher, Leiterin Gynäkologie und Geburtshilfe im Spital Schwyz, sagt: «Bei uns gibt es vermehrt Eltern, die sich entscheiden, ein drittes oder viertes Kind zu haben – und das unabhängig von der Nationalität.»

Dass der Boom bald vorbei sein könnte, glaubt Baumberger nicht. «Die Halbjahreszahlen sind wieder klar über jenen vom Vorjahr. Somit zeichnet sich auch dieses Jahr ein erneuter Geburtenrekord ab.»

Im Gegensatz zu den anderen Zentralschweizer Kliniken ist die Zahl der Geburten im Spital Obwalden praktisch stabil geblieben. Von 290 Geburten im Jahr 2014 sank die Zahl auf 281. Im laufenden Jahr dürften wieder mehr Säuglinge in Obwalden auf die Welt kommen. Direktor Daniel Lüscher sagt: «Die aktuellen Geburtenzahlen per Mitte 2016 liegen bereits über den Vorjahreswerten.»

Auch am Zentrumsspital, dem Luzerner Kantonsspital (Luks), bewegen sich die Geburtenzahlen im ähnlichen Bereich wie in den Vorjahren. Zählte man 2014 über alle drei Standorte 3146 Geburten, waren es im letzten Jahr 3109. «Die jährlichen Schwankungen liegen im Normbereich», sagt Luks-Sprecherin Ramona Helfenberger dazu. Die Zahlen für das laufende Jahr sind bis heute gemäss Helfenberger auf ähnlich hohem Niveau. Interessant: In den letzten eineinhalb Jahren lag der Spitzenwert bei der Neuen Frauenklinik des Luks bei 13 Geburten an einem Tag. An vier Tagen kam es zu zwölf Geburten.

Nicht nur die Zahl der Geburten nimmt zu, sondern auch das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt stieg schweizweit in den letzten fünf Jahren von 30,4 auf 30,8 Jahre an, wie das Bundesamt für Statistik festhält. Die meisten Väter sind bei der Geburt zwischen 30 und 34 Jahre alt. Einer von fünf Vätern ist bei der Geburt 40-jährig oder älter. Dagegen waren letztes Jahr nur 68 Väter zur Zeit der Geburt ihres Kindes noch nicht 20 Jahre alt.

Grössere Auswahl bei den Namen

Auch bei der Namensgebung ist ein Rekord zu verzeichnen, wie Statistik Luzern mitteilt. Noch nie war die Auswahl der Vornamen derart vielfältig, wie im Jahr 2015. Eltern wählten zwischen 752 verschiedenen Knaben- und 797 verschiedenen Mädchennamen. Die Auswahl hat sich somit bei beiden Geschlechtern um rund 20 Namen erweitert.

Keine Änderung gibt es hingegen beim beliebtesten Mädchennamen. Wie schon letztes Jahr heissen die meisten Mädchen Sophie – die Weisheit. 33 Mädchen namens Sophie kamen im Jahr 2015 auf die Welt. Das ist eine Nennung mehr als 2014. Weit nach vorne geschafft hat es der Name Lia. Mit 29 Nennungen nimmt er heute den zweiten Platz ein – im Vorjahr belegte er noch Platz 28. Weiter beliebt sind Namen wie Elin, Anna, Elena und Mia.

Bei den Bubennamen gibt es einen Wechsel an der Spitze. Noah hat den ersten Platz nach 2012 wieder zurückerobert und damit den Namen Julian vom Podestplatz geschubst. Den zweiten Platz teilen sich Dario und Leon mit je 29 Nennungen. Ebenfalls häufig gewählte Namen sind Jan, Louis und Raphael.

Bild: pd

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