REIDEN: Alternative Finanzierung für den Neubau des Schulhauses

Im letzten Herbst hat der Gemeinderat Reiden aufgrund der finanziell angespannten Lage beschlossen, die Abstimmung um den Neubau eines Schulhauses zu verschieben. Nun wurden verschiedene Finanzierungsmodelle erarbeitet und analysiert.

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Blick auf Reiden im Kanton Luzern. (Bild: Jakob Ineichen (Reiden, 3. Januar 2016))

Blick auf Reiden im Kanton Luzern. (Bild: Jakob Ineichen (Reiden, 3. Januar 2016))

Nebst der herkömmlichen Finanzierung mit einem Bankkredit favorisiert der Gemeinderat die Variante des selbständigen und dauernden Baurechts, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Reiden vom Donnerstag.

Mit dieser Variante überlässt die Gemeinde die benötigte Landfläche in Reiden Mitte einem Investor für die Dauer von 40 Jahren. Der Investor verpflichtet sich, das Schulhaus zu bauen, und die Gemeinde mietet das Gebäude anschliessend mit derselben Vertragsdauer. Der Mietzins und die Amortisation werden so kalkuliert, dass bei Vertragsablauf das Mittelstufenschulhaus entschädigungslos in das Eigentum der Gemeinde fällt. Die Mietkosten werden der Laufenden Rechnung belastet.

Die Variante bietet nach Ansicht des Gemeinderates den entscheidenden Vorteil, dass die Gemeinde sich nicht weiter verschuldet und damit auch die Pro-Kopf-Verschuldung keinen Anstieg erfährt. Zudem werden für die Finanzierung des neuen Schulhauses keine Mittel gebunden, die für die Erhaltung der Infrastruktur vorgesehen sind.

Die Suche nach einem Investor bedarf eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens. Das Submissionsverfahren ist nun eingeleitet worden, mit dem Ziel, dass die Ergebnisse im 1. Quartal des neuen Jahres vorliegen werden.

pd/zim