Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

REIDEN: Gemeindeversammlung stimmt für Rettung von Schwimmbad

Im Luzerner Wiggertal soll das Schwimmbad Reiden gerettet werden. Die Gemeindeversammlung hat am Donnerstagabend der Gründung einer Auffanggesellschaft durch die Gemeinde zugestimmt. Im Bad stehen Sanierungen im Umfang von rund sieben Millionen Franken an.
Soll gerettet werden: die Badi Reiden. (Bild: Corinne Glanzmann (Reiden, 2. März 2017))

Soll gerettet werden: die Badi Reiden. (Bild: Corinne Glanzmann (Reiden, 2. März 2017))

Grossaufmarsch gestern Abend an der Reider Gemeindeversammlung: Dabei verwarfen die 423 anwesenden Stimmbürger den Antrag des Gemeinderates einer Betriebsgenossenschaft „Wärme Reiden AG“ zusammen mit den Städtischen Werken Zofingen AG zuzustimmen. Diese Gesellschaft hätte ab 1. Juli iniiziert werden und die Reider Fernwärmeversorgung weiter sicherstellen sollen.

Mit der Ablehnung folgten die Stimmbürger dem Votum der Kooperationsgemeinde Reiden. Diese verlangte das Geschäft an einer nächsten Gemeindeversammlung neu zu traktandieren. Diese dürfte im Herbst stattfinden. Dann soll die abgelehnte Variante dem Vorschlag der Korporationsgemeinde – sie würde nicht nur das Holz für die Schnitzelfeuerung liefern, sondern diese selber betreiben - gegenüber gestellt werden.

Badikonzept kann weiter verfolgt werden

Beim zweiten Geschäft hatte der Gemeinderat mehr Erfolg. Der Souverän stimmte grossmehrheitlich einer „neuen Schwimmbadgesellschaft“ als AG zu. Das dafür notwendige Kapital für die Barliberierung des Aktienkapitals von 100'000 Franken wird aus dem Sonderkredit vom 20. Juni 2016 entnommen.

Zudem erteilte der Stimmbürger dem Gemeinderat die Kompetenz, die Gründung zu vollziehen. Das heisst auch: Er kann mit der Schwimmbadgenossenschaft die notwendigen Vertragswerke wie Dienstbarkeitsvertrag und Leistungsvereinbarung abschliessen.

Reiden stattet die „neue Schwimmbadgenossenschaft“ mit 3,6 Millionen Startkapital aus. Davon sind 2,2 Millionen ein rückzahlbares Aktionärsdarlehen. Die restlichen Mittel werden am Markt oder dann über einen Solidaritätsbeitrag der umliegenden Gemeinden beschafft. Der Betrieb wird mit jährlich maximal 750'000 Franken veranschlagt. Jetzt muss das Sanierungskonzept finalisiert werden.

Dazu kommen weitere 7 Millionen Franken für die Sanierung des Hallenbades. Der Betrieb des Freibades soll jedoch nur noch so lange aufrechterhalten werden, bis Unterhaltsarbeiten anfallen.

Chancenlos blieb die CVP-Gemeindeinitiative für eine Amtszeitbeschränkung des Gemeinderates. Hier unterstützten 217 Stimmen den Ablehnungsantrag des Rates, 109 votierten dagegen.

Ernesto Piazza

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.