REIDEN: So erneuert die SBB ihre Gleise im Wiggertal

Weil die Geleise zwischen Dagmersellen und Reiden erneuert werden, fallen diverse Züge aus. Ein Besuch vor Ort zeigt, wie die SBB bei der Sanierung vorgeht.

Maximilian Reiterer
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Während die Baumaschine auf der einen Seite eine Schicht aufträgt, passiert auf der anderen Seite ein Schnellzug die Baustelle. (Bild: Maximilian Reiterer / luzernerzeitung.ch)

Während die Baumaschine auf der einen Seite eine Schicht aufträgt, passiert auf der anderen Seite ein Schnellzug die Baustelle. (Bild: Maximilian Reiterer / luzernerzeitung.ch)

Nötig wurde die Sanierung, weil die Strecke zwischen Olten und Luzern eine der Hauptverbindungen der SBB ist und die Geleise hohen Belastungen ausgesetzt sind. Die letzte Sanierung auf dieser Strecke liegt mehr als 20 Jahre zurück.

Die Arbeiten finden in drei Etappen auf einer Länge von 1600 Metern pro Gleisseite statt: Auf der einen Seite wird gearbeitet, auf der anderen Seite verkehren die Züge. Diese Methode hat den Vorteil, dass die Strecke Luzern-Basel jederzeit eingleisig befahrbar bleibt. Gearbeitet wird in zwei Schichten von 7 bis 17 Uhr und von 22 bis 5 Uhr.

Und so geht die SBB bei der Sanierung vor: Zuerst wird eine sogenannte Schotterhaltung zwischen den bestehenden Gleisen montiert. Diese sollen das Gleis, welches während den Bauarbeiten befahren wird, stabilisieren. Danach werden beidseitig Sickerleitungen errichtet. Diese gewährleisten den Abfluss des Wassers. Beim finalen Schritt werden die Geleise samt Unterbau abgebrochen und dann wieder neu aufgebaut.

Der Sicherheit gilt bei der SBB höchste Priorität. Ein Warnsignal kündigt den Arbeitern jeweils die Ankunft eines Zuges an. Sicherheitswärter überwachen die Strecke. In Spitzenzeiten sind bis zu 40 Baufachleute gleichzeitig im Einsatz.

Aufgrund der Arbeiten fallen der Regioexpress von Sursee nach Zofingen komplett und die S8 teilweise aus. Die SBB stellt Ersatzbusse zur Verfügung. Reisende müssen mit einer Verlängerung der Reisezeit von bis zu 30 Minuten rechnen. Der Interregio Luzern-Basel verkehrt nach Fahrplan, aber es muss mit Verspätungen gerechnet werden.

Die Kosten für die Sanierung betragen rund zehn Millionen Franken. Die Hauptarbeiten dauern sechs Wochen und werden am 17. August abgeschlossen. Die Nacharbeiten dauern bis Mitte Oktober.

In Spitzenzeiten sind bis zu 40 Baufachleute im Einsatz. (Bild: Maximilian Reiterer)
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Mensch und Maschine müssen zusammenarbeiten um rechtzeitig fertig zu werden. (Bild: Maximilian Reiterer)
Eine spezielle Folie kommt zum Einsatz um die Gleise noch stabiler zu machen. (Bild: Maximilian Reiterer)
Mehrere Tonnen Schotter werden für die Arbeiten benötigt. (Bild: Maximilian Reiterer)
Diverse Baumaschinen stehen im Einsatz um den Zeitplan einzuhalten. (Bild: Maximilian Reiterer)
Fast rund um die Uhr wird auf der Baustelle gearbeitet. (Bild: Maximilian Reiterer)
Bei der Baustelle sind auch schwere Maschinen im Einsatz. (Bild: Maximilian Reiterer)
Die Direktverbindung Basel-Luzern gehört zu den wichtigsten der Schweiz. Die dortigen Gleise stehen unter hoher Belastung. (Bild: Maximilian Reiterer)
Trotz der Bauarbeiten kann das Gleis einseitig benutzt werden. (Bild: Maximilian Reiterer)

In Spitzenzeiten sind bis zu 40 Baufachleute im Einsatz. (Bild: Maximilian Reiterer)