REIDEN: Stiftung Landschaftsschutz bekämpft Einzonungen

Die Stiftung Landschaftsschutz wehrt sich gegen die Ortsplanung. Sie hat eine Einsprache eingereicht.

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Blick auf Reiden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Blick auf Reiden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Gemeinde will in allen drei Ortsteilen Reiden, Langnau und Richenthal künftig weiter wachsen. Dies soll jedoch mit Mass passieren. Bisher hatten alle drei Ortsteile eine eigene Zonenplanung. Das ändert sich mit der Gesamtrevision der Ortsplanung.

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat nun Einsprache gegen die Ortsplanung erhoben, wie sie am Mittwoch mitteilt. Konkret hat sie folgende Vorbehalte:

  • Bedarf für Bauzonen sei nicht ausgewiesen
  • Die Kompensation der Fruchtfolgeflächen sei vor einer Einzonung aufzuzeigen
  • Der Zonenplan sei mit Enwicklungszielen und Massnahmen betreffend Landschaftsschutz anzureichern
  • Die Anträge seien gleichzeitig auch in der Revisionsauflage des regionalen Entwicklungsplanes Willisa-Wiggertal aufzunehmen.


Unter anderem sind in der Gesamtrevision der Ortsplanung folgende Änderungen vorgesehen: In Reiden sollen im Gebiet Brüelmatte zirka 20'000 Quadratmeter in die Arbeitszone eingezont werden. Im Gebiet Lusberg sieht das Konzept neben Einfamilienhäusern auch eine Terrassenhausüberbauung vor. Dazu sind in Reiden diverse weitere zwei- und dreigeschossige Wohnzonen geplant. Im Gebiet Chrüzmatte in Mehlsecken werden rund 27'600 Quadratmeter Land in die Arbeitszone eingezont. Auch in Mehlsecken – an der Dörflimatte 2 – kommt eine Teilfläche von knapp 9400 Quadratmetern in die Arbeitszone. In Langnau wird das bestehende übrige Gebiet voraussichtlich durch die geplante Flutmulde gemäss Hochwasserschutzkonzept Reiden West beansprucht. Darum erfolgt die Erweiterung der Arbeitszone in Richtung Norden.

Mit der Ortsplanung will der Gemeinderat die Entwicklung von Reiden in den nächsten 10 bis 15 Jahren steuern. Er rechnet mit einem Wachstum von einem Prozent pro Jahr.

pd/rem/ep