Reisecar chauffiert illegal asiatische Touristen

Ein Deutscher Reisecar hat in der Schweiz verbotenerweise asiatische Touristen transportiert. Die Luzerner Polizei stoppte den Bus und das Reiseunternehmen musste für die weiteren Ausflüge einen Ersatzbus organisieren.

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Reisecars laden asiatische Touristen am Schwanenplatz in Luzern ab. (Symbolbild Archiv/Neue LZ)

Reisecars laden asiatische Touristen am Schwanenplatz in Luzern ab. (Symbolbild Archiv/Neue LZ)

Auf Anweisung der Zollfahndung Basel hatte die Luzerner Polizei Mitte Dezember einem in Deutschland immatrikulierten Reisecar die Weiterfahrt verweigert. Es bestand der dringende Verdacht, dass dieser verbotene Transporte in der Schweiz durchführte.

Mitarbeiter der Zollfahndung befragten den Chauffeur. Dabei bestätigte sich der Verdacht, wie die Eidg. Zollverwaltung am Donnerstag mitteilte. Der Chauffeur war wenige Tage zuvor mit dem Reisecar in die Schweiz eingereist, um eine asiatische Touristengruppe am Flughafen Zürich abzuholen.

Mit dieser Reisegruppe unternahm er diverse Tagesausflüge. Dabei übernachteten die Touristen jeweils in einem Hotel in der Innerschweiz. Am letzten Tag sollte die Gruppe wieder mit dem Bus zum Flughafen gebracht werden.

Da es sich bei den Fahrten um verbotene Inlandtransporte handelte, musste das deutsche Reiseunternehmen für die weiteren Ausflüge einen in der Schweiz immatrikulierten Ersatzbus organisieren.

Gegen eine entsprechende Sicherheitsleistung wurde dem Reiseunternehmen gestattet, den Bus wieder aus der Schweiz auszuführen. Der Car wird nun durch die Zollfahndung Basel zur Einfuhr verzollt, wobei Abgaben von über 20'000 Franken anfallen. Zudem müsse das Unternehmen mit einer «empfindlichen Busse» rechnen, heisst es weiter.

sda