RELIGION: Der Krienser Imam kontert die Vorwürfe

Er soll die Schweizer in der arabischen Moschee in Kriens als «Affen» und «ungläubige Schweine» bezeichnet haben. Jetzt wehrt sich Imam Mohamed El Ghami.

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Mohamed El Ghami, der Imam in der arabischen Moschee in Kriens. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Mohamed El Ghami, der Imam in der arabischen Moschee in Kriens. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Das sind unglaubliche Vorwürfe. So etwas habe ich nie gesagt und würde das auch nie tun», sagt El Ghami gegenüber unserer Zeitung. «Nach meiner Flucht aus Libyen habe ich hier alles erhalten, was ich mir gewünscht habe: Freiheit, Frieden, Zufriedenheit. Wie könnte ich da behaupten, die Schweizer seien Affen? Die Vorwürfe sind unglaublich, und es fehlt an Beweisen.» Er sei «sehr enttäuscht» über den Bericht des Bundes, in dem gemäss einem Artikel in der «Weltwoche» die betreffende Passage enthalten ist. Gemäss dieser Quelle habe El Ghami gar «zu gewalttätigen Aktionen in den vermeintlich oder real besetzten islamischen Regionen aufgerufen», was jedoch nicht als gesicherte Aussage eingestuft wird.

Auf den umstrittenen deutschen Prediger Pierre Vogel, dem am Wochenende die Einreise in die Schweiz verwehrt worden ist, angesprochen sagt der 48-Jährige: «Herr Vogel ist kein Hassprediger, sondern ein ganz normaler Moslem. Hass bringt gar nichts.» Die Vorteile könnten gemäss El Ghami, der Seelsorger in der Haftanstalt und im Untersuchungsgefängnis Grosshof ist, aus der Welt geschafft werden, «wenn die Schweizer den Islam kennen und verstehen».

Christian Bertschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.