RELIGION: Ein Krienser Imam steht unter Beschuss

Ein muslimischer Imam hat in Kriens offenbar Hass geschürt. Den kantonalen Instanzen sind aber die Hände gebunden.

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(Symbolbild Daniel Tischler/Neue LZ)

(Symbolbild Daniel Tischler/Neue LZ)

In einer Krienser Moschee hat ein Libyer als Imam gewirkt. Jetzt steht der Mann am Pranger. In der vom Bund in Auftrag gegebenen Studie «Islamistische Imame» steht: «Es heisst von ihm, er nenne die Schweizer Affen oder ungläubige Schweine, und er befürworte ihre Ausrottung.» Die 17-seitige Untersuchung ist vom 29. Januar 2008 und wird vom Bund unter Verschluss gehalten. Die «Weltwoche» hat den Inhalt aber diese Woche veröffentlicht – gesichert sind diese Aussagen aber nicht.

Gerüchte sind laut den Luzerner Strafverfolgungsbehörden keine Grundlage für eine Strafverfolgung. Ausserdem habe man vom Krienser Fall bisher keine Kenntnis gehabt. Ebenso wenig war der Gemeinderat von Kriens informiert. So oder so: Möglichen Hasspredigern eine Art Redeverbot zu erteilen, ist gemäss dem Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern unmöglich. Allenfalls könnte man einem Ausländer ein Einreiseverbot erteilen – wie etwa auch im aktuellen Fall des umstrittenen deutschen Islampredigers Pierre Vogel.

Christian Bertschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.