RELIGION: Muslime wollen Teil der Landeskirche werden

Die Luzerner Muslime wollen einen neuen Status – damit könnten auch Kirchensteuern erhoben werden. Jetzt erarbeitet der Regierungsrat ein entsprechendes Gesetz.

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Szene aus der Ende Juni in Emmenbrücke eröffneten Moschee. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Szene aus der Ende Juni in Emmenbrücke eröffneten Moschee. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Diskussion um die öffentlich-rechtliche Anerkennung von Muslimen im Kanton Luzern wird konkret. Denn seit die neue Verfassung in Kraft ist, besteht die Möglichkeit, dass auch nicht-christliche Religionsgemeinschaften offiziell anerkannt werden. Das soll jetzt angepackt werden, erklärt Regierungsrat Anton Schwingruber. 

Interesse an der Anerkennung haben vor allem die Luzerner Muslime. Für sie ist klar: «Wir wollen Verantwortung übernehmen», wie Petrit Alimi sagt. Er ist Vizepräsident der Islamischen Gemeinschaft Luzern (IGL), die die knapp 14'000 Muslime im Kanton vertritt. Mit der kantonalen Anerkennung wäre auch das Recht verbunden, Kirchensteuern zu erheben. «Damit erhielte die IGL finanzielle Ressourcen für soziale Projekte, beispielsweise in der Integration», erklärt Alimi. Bevor es so weit ist, muss aber zuerst der Luzerner Kantonsrat über den Gesetzesentwurf entscheiden. Und auch eine Volksabstimmung wäre unter Umständen möglich.

Lukas Scharpf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.