RELIGION: Papstkritik: In Luzern formiert sich Widerstand

Am kommenden Sonntag findet in Luzern eine nationale Demonstration unter dem Motto «Auftreten statt austreten» statt. Im Visier haben die Initianten die als «weltfremd» aufgefasste Politik des Vatikans.

Drucken
Teilen
Der Luzerner SP-Nationalrat Hans Widmer gehört zu den Erstunterzeichnern für die Demo. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Luzerner SP-Nationalrat Hans Widmer gehört zu den Erstunterzeichnern für die Demo. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

«Als Katholikinnen und Katholiken, als Christinnen und Christen protestieren wir gegen die Politik des Vatikans, die auf eine dogmatisch verengte, autoritäre und weltfremde Kirche hinausläuft», heisst es auf der Website kirchendemo.ch . Man kritisiere «insbesondere die einseitige Annäherung an die reaktionäre Piusbruderschaft und verschiedene Bischofsernennungen, die auf dieser Linie liegen».

Meinungsvielfalt gefordert
Mit der Protestation, die auch als öffentliches Gebet zu verstehen sei, setze man sich ein für eine Kirche, die sich auf der Basis des II. Vatikanischen Konzils und der Synode 72 weiter entwickelt; für die uneingeschränkte Geltung der Menschenrechte innerhalb der Kirche; für die Mitbestimmung aller Kirchenmitglieder auf allen kirchlichen Ebenen; für die Gleichberechtigung der Frauen in allen Bereichen; für die Ökumene und das interreligiöse Gespräch in echter Partnerschaft; für Meinungsvielfalt und Dialog innerhalb der Kirche.

Die Veranstaltung findet am Sonntag, 8. März, von 14-16 Uhr in der Stadt Luzern statt. Besammlung ist bei der Jesuitenkirche. Es werden alt Nationalrätin Rosmarie Zapfl, der Kapuziner Anton Rotzetter, Rosmarie Koller-Schmid vom Schweizerischen Katholischen Frauenbund sowie ein Vertreter einer Jugendorganisation sprechen.

scd