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Neuer Pächter im «Wyhof»: Ein gastronomischer Weltenbummler wird in Sursee sesshaft

Der Altbüroner René Foster hat beruflich schon viel gesehen und erlebt. Jetzt übernimmt der 62-jährige Gastronom das Surseer Traditionslokal Wyhof – und will auch als Frontmann agieren.
Ernesto Piazza
Der neue Pächter des Restaurants Wyhof in Sursee: René Foster im aufgefrischten Lokal. (Bild: Manuela Jans-Koch, 7. Februar 2019)

Der neue Pächter des Restaurants Wyhof in Sursee: René Foster im aufgefrischten Lokal. (Bild: Manuela Jans-Koch, 7. Februar 2019)

Es ist Mittwochmorgen: Bei René Foster klingelt das Handy. Der neue Pächter des «Wyhof» in Sursee nimmt eine weitere Reservierung persönlich entgegen. «Ich werde an der Front arbeiten», sagt er. Noch bleiben ihm und seiner Crew zwei Tage bis zur Wiedereröffnung des Traditionsrestaurants an der Bahnhofstrasse. Diese Zeit will genützt sein, weiss der gebürtige Altbüroner. In der Küche, am Buffet aber auch im Gästebereich werden letzte Vorbereitungen getroffen. Das Personal instruieren, Weinschulung, die Kassenabläufe kennenlernen: Der Hinterländer will nichts dem Zufall überlassen.

Ab heute Freitag gilt es ernst. Das Lokal, welches einer sanften Renovation unterzogen wurde, steht für die Gäste bereit. Wobei Foster auch im Raum Luzern mögliche Betriebe angeschaut hatte. Doch der 62-Jährige kennt und mag die Region. Und der als schützenswert eingestufte «Wyhof» hat ihm baulich auf Anhieb so sehr gefallen, «dass ich hier nochmals Gas geben will».

Sein Weg führte ihn bis nach Russland

Damit kehrt der diplomierte Hotelier-Restaurateur zurück in die Nähe seiner familiären Wurzeln. Dies, nachdem er beispielsweise mit 27 Jahren bereits das Hotel Bernerhof in Grindelwald geführt hatte. Diesem war damals auch ein Kino angegliedert. Bis vor kurzem arbeitete der sportbegeisterte Foster als Bankettleiter im Zürcher Zunfthaus zur Waag. Als Pächter führte er davor das Restaurant Suite Sonnmatten in Zermatt – ein Berghotel auf 2580 Metern über Meer mit 60 Betten. Weiter war Foster auch als Hoteldirektor in Saas Fee tätig. Als «spezielle Erfahrung» bezeichnet der gelernte Koch und Kellner das zweijährige Engagement als Hoteldirektor auf dem Flussschiff Narkom Pakomov, welches zwischen St. Petersburg und Moskau verkehrte.

Foster will im Wyhof marktfrische, authentische und vorwiegend regionale Produkte präsentieren – und damit bei den Gästen punkten. Er sagt:

«Wir möchten uns im Umfeld der bezahlbaren Spitzenküche positionieren.»

Dabei soll der Besuch im Lokal an der Bahnhofstrasse «jeweils zu einem Erlebnis werden».

Dazu gehört ab dem 2. März jeden Samstagmittag auch der sogenannte Familientisch, an welchem eine vierköpfige Familie zu einem Pauschalpreis dinieren kann. Die Idee dahinter sei, sich wieder mal Zeit füreinander zu nehmen. Und in diesem Rahmen soll das Handy abgeschaltet bleiben. Des weiteren sind übers Jahr hinweg verschiedene Gastro-Events geplant. Das Restaurant bietet aber auch Gästen Platz, die nur etwas trinken wollen: Eine kleine Bar bietet die Möglichkeit, gute Gespräche bei einem Glas Sekt zu führen.

Das Restaurant Wyhof in Sursee wird wieder eröffnet. (Bild: Manuela Jans-Koch, 7. Februar 2019)

Das Restaurant Wyhof in Sursee wird wieder eröffnet. (Bild: Manuela Jans-Koch, 7. Februar 2019)

Lokal gehört Gebrüder Fischer

Zum Wyhof gehört unverzichtbar – wie es der Name bereits verrät – auch der Wein. Begründet ist dies natürlich in der neben dem Restaurant gelegenen Weinhandlung Fischer Weine AG, welche den beiden Brüdern Thomas und Urs Fischer genauso gehört, wie der Wyhof selber.

Foster hat bei Gastro Suisse die Ausbildung zum Weinberater gemacht und erklärt damit diese Kenntnisse zu einem seiner beruflichen Steckenpferde. Insgesamt 60 Positionen an Weiss- und Rotwein im 7,5-dl-Segment lagern im Keller des 85 Plätze anbietenden Restaurants. Foster bezeichnet das zentral beim Bahnhof Sursee gelegene Lokal als «ein Bijou», in welches er «sein ganzes Herzblut» investieren will. Daher richtet er sich mit seiner siebenköpfigen Crew, welche er vorwiegend über Empfehlungen rekrutiert hat, auch nicht auf ein kurzfristiges Gastspiel ein. Davon zeugt ebenfalls sein Pachtvertrag über fünf Jahre – mit der Option diesen um zwei Jahre zu verlängern. Foster sagt: «Ich möchte noch etwas Gutes machen.» Und seine grosse Motivation dabei ist: «Ich kann als Gastgeber direkt auf den Betrieb einwirken.»

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