Renovation lässt Besucherzahl im Kunstmuseum Luzern schrumpfen

Fast zwei Monate blieb das Kunstmuseum Luzern im vergangenen Jahr geschlossen wegen Renovationsarbeiten. Das und der heisse Sommer schlugen sich auf die Besucherzahl nieder, die um rund 7000 zurückging. Dennoch konnte das Haus einen kleinen Gewinn erzielen.

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(sda) 42'543 Personen besuchten 2018 die Ausstellungen des Kunstmuseums Luzern, und dies trotz er aussergewöhnlich langen Schliessung, wie es im Jahresbericht der Kunstgesellschaft Luzern heisst, der am Samstag veröffentlicht wurde. Entsprechend gingen die Ticketeinnahmen auf 232'000 Franken zurück. Unter dem Strich blieb dem Museum aber ein Gewinn von 7500 Franken.

Kanton und Stadt Luzern steuerten im Rahmen der Subventionen des Zweckverbands für grosse Kulturbetriebe knapp zwei Millionen Franken bei. Geringer war der Aufwand für Personal und Betrieb, so fand etwa wegen der längeren Schliessung eine Ausstellung weniger statt als üblich. Der Benefiz-Abend, der alle zwei Jahre abgehalten wird, spielte 100'000 Franken ein.

Beim Publikum besonders beliebt waren laut dem Jahresbericht die Ausstellungen «Claude Sandoz. Ab auf die Insel!» und «Erwin Wurm. Peace & Plenty». Letztere hatte auch internationale Ausstrahlung und wurde von anderen Museen übernommen, sodass man sich dabei Kosten habe teilen können. Auch hätten sich die Publikationen überdurchschnittlich gut verkauft.

Steigern will die Kunstgesellschaft dagegen die Profitabilität des Cafés im Kunstmuseum. Dieses wies einen Verlust von 12'000 Franken aus wegen höherer Personalkosten. Im Herbst soll daher eine neue Strategie entwickelt werden. 2019 feiert die Kunstgesellschaft Luzern als Trägerin des Museums ihren 200. Geburtstag.