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RENTENREFORM: Allianz kämpft für zweifaches Ja

Ein neu gegründetes Komitee soll dafür sorgen, dass die Luzerner sich am 24. September für die Rentenreform aussprechen. Auch Jungparteien unterstützen das Vorhaben.
Martina Odermatt
Ein Student im Pensionsalter in der Bibliothek der Universität Luzern. (Bild: Christof Schuerpf/Keystone)

Ein Student im Pensionsalter in der Bibliothek der Universität Luzern. (Bild: Christof Schuerpf/Keystone)

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

«Allianz der Vernunft» heisst das neu gegründete Komitee, das die Luzerner Stimmbürger am 24. September zu einem zweifachen Ja bei der Abstimmung zur Rentenreform motivieren soll. Zweifaches Ja heisst in diesem Fall: ein Ja für die Reform der Altersvorsorge sowie für die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Beim Komitee dabei: dreissig Organisationen und Parteien. Darunter zu finden sind etwa der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband, der Luzerner Gewerkschaftsbund sowie die Jungparteien JCVP und JGLP. Auch mehrere Nationalräte unterstützen die Allianz, so etwa Ida Glanzmann-Hunkeler (CVP): «Wird die Vorlage abgelehnt, ­haben wir bis 2030 Schulden in der Höhe von 40 Milliarden Franken!» Dabei sei die aktuelle Reform «der Kompromiss der Kompromisse».

JCVP nicht «Feuer und Flamme für Vorlage»

So ein breit abgestütztes Komitee im Kampf um eine Abstimmung hätte er in seiner politischen Karriere noch nicht gesehen, sagte Rico de Bona, Sekretär der CVP des Kantons Luzern an der Medienkonferenz von gestern. «Das zeigt, dass die AHV in der Bevölkerung ein wichtiges Thema ist.» Eher erstaunen mag die Beteiligung der JCVP sowie der JGLP, denn die Jungen profitieren von der Vorlage am wenigsten. Sie müssen laut Berechnungen höhere Beträge einzahlen und erhalten weniger ausbezahlt. Tobias Käch, Präsident der JCVP Luzern, erklärt, warum er dem Komitee dennoch beigetreten ist: «Durch die Reform werden wir Jungen bei den Pensionskassen entlastet, die Renten unserer Eltern und Grosseltern sind gesichert. Die finanziellen Probleme unserer Altersvorsorge werden für die nächsten Jahre gelöst.» Obwohl die JCVP nicht «Feuer und Flamme für die Vorlage» sei, stelle diese einen gut schweizerischen Kompromiss dar. «Nach 20 Jahren ohne Reform ist eine solche dringend nötig. Mit jedem Jahr, das zugewartet wird, gerät unsere Altersvorsorge weiter in Schieflage.» Und Marcel Bud­miger, Geschäftsleiter Luzerner Gewerkschaftsbund und SP-Kantonsrat, sagte zudem: «Es ist sehr gefährlich, immer zuerst zu schauen, wo man selber profitiert. Wir müssen solidarisch denken.»

Um ihr Ziel zu erreichen, will die Allianz in den nächsten Wochen Plakate aufhängen, Flyer verteilen, Informationsstände organisieren und Podien veranstalten. Wie unsere Zeitung weiss, wird sich aber bald auch in Luzern Widerstand formieren.

Hinweis

Am 22. August findet in der Festhalle Sempach (Türöffnung 18.30 Uhr) ein kontradiktorisches Po­dium zur Altersreform mit Bundesrat Alain Berset statt. Moderiert wird die Diskussion von LZ-Chefredaktor Jérôme Martinu.

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