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RESERVIERUNG: Stadt will ins Online-Zeitalter

Seit kurzem können in Emmen die gemeindeeigenen Räume online reserviert werden. Auch in der Stadt Luzern soll das bald möglich sein, zumindest teilweise.
Beatrice Vogel
Das Rathaus in Luzern (Archivbild/Manuela Jans)

Das Rathaus in Luzern (Archivbild/Manuela Jans)

Beatrice Vogel

Möchten Sie in Emmen die Turnhalle Hübeli oder die Schulküche Gersag für einen Anlass mieten? Seit kurzem geht das ganz einfach online. Die Gemeinde hat auf ihrer Homepage ein Portal eingerichtet, wo alle gemeindeeigenen Räumlichkeiten aufgelistet sind. Da lässt sich nachschauen, wie viel die Miete kostet, wie gross die Räume sind, wie sie aussehen, ob sie rollstuhlgängig sind und welches Inventar vorhanden ist. Ausserdem gibt es für jeden Raum einen Kalender für die Belegung. Dort ist ersichtlich, an welchen Tagen die Räume bereits gebucht oder noch frei sind. Wenn man einen Raum buchen möchte, muss man einmalig einen Benutzeraccount anlegen, über den man sich bei jeder weiteren Reservation einloggen kann. Dann lässt sich der Raum online reservieren, und man erhält ein Bestätigungs-E-Mail von der Gemeindeverwaltung.

Stadt hinkt hinterher

Das System ist übersichtlich und einfach zu handhaben. Auch auf der Homepage der Gemeinde Kriens gibt es ein analoges Portal wie in Emmen. In der Stadt Luzern gibt es so etwas allerdings nicht. Hier muss man erst mal herausfinden, welche Räume es überhaupt gibt und eine Anfrage per Telefon oder E-Mail machen oder ein Formular auf der Stadt-Homepage ausfüllen. Und dies, ohne dass man weiss, ob der Raum überhaupt am gewünschten Datum frei ist.

Lösung noch vor Ende Jahr

Dies soll sich aber demnächst ändern, wie unsere Zeitung in Erfahrung bringen konnte. Gemäss Kurt Hürlimann, Leiter Management Betrieb bei der Dienstabteilung Immobilien, ist ein neues Reservationsportal in Planung, das noch vor Ende Jahr aufgeschaltet werden soll. Die ersten internen Testläufe wurden bereits gemacht. Die Dienstabteilung Immobilien regelt die Raumreservierungen für das Rathaus inklusive Kornschütte und das Am Rhyn Haus. Künftig sollen die Räumlichkeiten auf zwei Arten zugänglich gemacht werden: Einerseits wird man auf einem virtuellen Rundgang das Gebäude erkunden können. Und andererseits wird es ein Reservationsportal mit Kalender, Dokumenten und Preisen geben. «Dies soll den Kunden auch erleichtern, herauszufinden, ob die Räumlichkeiten für ihren Anlass in Frage kommen und auch wie viel die Miete kostet», sagt Kurt Hürlimann. Die Räume im Rathaus werden vor allem für festliche oder kulturelle Anlässe gebucht.

Die Sitzungszimmer der Stadt, welche ebenfalls die Dienstabteilung Immobilien verwaltet, werden übrigens nicht vermietet. «Deren Auslastung ist zu hoch, als dass eine Vermietung in Frage kommen würde. Es kommt höchstens vor, dass wir mal aushelfen, wenn etwa beim Kanton ein Sitzungszimmer fehlt», so Hürlimann.

Onlinebuchungen «noch zu prüfen»

Doch wie sieht es aus mit den anderen Räumen der Stadt, wie Turnhallen oder Schulküchen? Für deren Verwaltung ist die Dienstabteilung Kultur und Sport zuständig. Da die Vermietung über eine andere Dienstabteilung organisiert wird, werden diese Räumlichkeiten nicht auf demselben Onlineportal reservierbar sein, wie jene im Rathaus. Rosie Bitterli, Chefin Kultur und Sport, sagt auf Anfrage, dass ein solches Reservationssystem auch für ihre Dienstabteilung Thema war. «Im Zusammenhang mit der Umsetzung der neuen Tarife für die Nutzung von Sportinfrastrukturen der Stadt Luzern, werden wir auch unser heutiges Buchungssystem anzupassen haben.»

Allerdings möchte Kultur und Sport zunächst die Belegungssituation öffentlich einsehbar machen. «Inwieweit wir dann – in einem späteren Schritt – auch eine Onlinebuchung einrichten werden, ist noch zu prüfen.» Die Stadt verfüge über sehr viele Anlagen, die zum Teil für die Schule, den regelmässigen Vereinssport und punktuelle Nutzungen zur Verfügung stehen, so Bitterli. «Die Belegungsplanung ist ziemlich komplex, es sind viele Hallen, Nutzende und Ansprüche.» Ferner seien bei den Aussenanlagen im einzelnen Belegungsfall die Witterungsbedingungen zu berücksichtigen. Aus diesen Gründen seien die Abklärungen betreffend Buchungssystem noch nicht so weit gediehen, erklärt Rosie Bitterli.

«Transparenter und übersichtlicher»

Eine Turnhalle der Stadt Luzern wird man in nächster Zeit also nicht online reservieren können. Dafür soll bereits Anfang September ein Onlinebelegungsplan der öffentlichen Plätze aufgeschaltet werden. Dort wird man überprüfen können, ob ein Platz noch frei ist – beispielsweise für eine Standaktion – und wer bereits eine Anfrage gemacht hat. Auch der Antrag auf eine Bewilligung wird über das neue Portal laufen. Als Referenz dient ein System, das die Stadt St. Gallen schon einige Zeit auf ihrer Homepage führt. Dort kann man etwa sehen, dass die Jungen Grünen am 24. September auf dem Bärenplatz eine Unterschriftensammlung durchführen werden. «Das Portal wird einerseits den Papierkrieg vermindern und andererseits wird auch die Nutzung der Plätze transparenter und übersichtlicher», sagt Mario Lütolf, Leiter der Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen. Die rund 1200 Bewilligungsanfragen pro Jahr können mit dem neuen System rasch und effizient in elektronischer Form abgewickelt werden, so Lütolf. Die Portale werden auf der Homepage der Stadt Luzern abrufbar sein.

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