RESTAURATION: Die Fenster im Luzerner Rathaus sind undicht

Die historischen Fenster im Parlamentssaal des Luzerner Rathauses sind undicht und brüchig. Weil dies eine Gefahr für die bedeutenden Glasmalereien und den Parkett darstellt, sind Sofortmassnahmen nötig. 2009 werden die Fenster restauriert.

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Diesen Sommer soll beim Ratshaus auf Blumenschmuck verzichtet werden. (Bild Beat Blättler/Neue LZ)

Diesen Sommer soll beim Ratshaus auf Blumenschmuck verzichtet werden. (Bild Beat Blättler/Neue LZ)

Es bestehe die Gefahr, dass die Fenster bei einem Gewitter dem Winddruck nicht standhielten, teilte die Stadt Luzern am Montag mit. Dies wäre auch eine Gefahr für die Parkettböden und die historischen Glasmalereien im Parlamentssaal im ersten Stock des Rathauses.

Daher hat die Stadt Sofortmassnahmen beschlossen: Auf Blumenschmuck wird diesen Sommer verzichtet und die Vorfenster werden nicht entfernt. In den letzten Jahren seien wiederholt Brüche in den Glasmalereien aufgetreten, welche eine Folge des schlechten Zustandes der Fenster seien, so die Stadt Luzern.

Restauration im Jahr 2009
Um das Risiko für Schäden langfristig zu mindern, werden die Fenster aus dem 17. Jahrhundert im Sommer 2009 umfassend restauriert. Die arbeiten geschehen in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege.

Die historischen Fenster und Glasmalereien aus dem 17. Jahrhundert gehören zu den bedeutendsten Bauteilen des Rathauses. Das Spätrenaissance-Gebäude, das zwischen 1602 und 1606 errichtet wurde, ist ein nationales Denkmal unter dem Schutz der Eidgenossenschaft.

sda