RESTRIKTION: Rickenbach plant Ausgehverbot für Teenies

Junge Rickenbacher sollen sich künftig ab 22 Uhr nicht mehr auf öffentlichen Plätzen aufhalten dürfen. Die Idee des Gemeinderats kommt nicht überall gut an.

Drucken
Teilen
«Hab ich's mir doch gedacht.» (Karikatur Jals/Neue LZ)

«Hab ich's mir doch gedacht.» (Karikatur Jals/Neue LZ)

Was in einigen Schweizer Gemeinden bereits gilt, soll nun auch erstmals in einer Luzerner Gemeinde eingeführt werden: Rickenbach will unter 16-Jährigen künftig verbieten, nach 22 Uhr auf öffentlichen Plätzen zu verweilen. Damit will die Gemeinde Jugendlichen einen Riegel schieben, die randalieren oder zu viel Krach verursachen. Es gehe darum, klare Leitplanken zu setzen, sagt Schulverwalter Ruedi Bättig. Er betont, dass die Regelung nur eine von vielen geplanten Massnahmen sei. «Wir stehen als Gemeinde zusammen, um die bestehenden Probleme zu lösen», so Bättig. Der Gemeinderat wartet nun auf den Bescheid des Kantons, der prüft, ob eine solche Regelung in Luzern überhaupt rechtens wäre.

Thomas Kost von der Jugendarbeit Region Luzern ärgert sich über die Rickenbacher Idee. Probleme würden verlagert, statt an der Wurzel angepackt. Der Staat nehme den Eltern ihre Erziehungsaufgaben ab. «Dazu hat er kein Recht.»

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.