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Restwassermenge: Kraftwerke müssen nachbessern

Reuss-Sanierung Um die Reuss zu revitalisieren und vor Hochwasser zu schützen, werden auf einem Abschnitt von 13 Kilometern 176 Millionen Franken investiert. Im Prinzip wäre das Grossprojekt prädestiniert, das Gewässer auch fit für die Rückkehr des Lachses zu machen. «Die Fischgängigkeit muss unabhängig vom Hochwasserschutz bis 2030 umgesetzt werden», hält Philipp Amrein, Fachleiter Jagd und Fischerei, zunächst fest. Aber auch: «Den Lachs als Vision gilt es dabei ganz klar zu berücksichtigen.»

Urs Zehnder, Abteilungsleiter Naturgefahren bei der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur, präzisiert: «Wo sich Synergien mit Hochwasserschutzprojekten ergeben, werden diese wahrgenommen.» So ist derzeit im zu sanierenden Reussabschnitt gerade im Bereich der Kraftwerke Perlen und Rathausen auch die Fischgängigkeit ein Thema. Sie wird im Rahmen der Konzessionsverträge zur Betreibung der Kraftwerke geregelt. Eine Erneuerung steht zurzeit in Perlen an. Sanierungspflichtig seien letztlich die Werkeigentümer, erklärt Zehnder. Das ist im Falle Perlen die Perlen Papier AG. In Rathausen sind es die Zentralschweizerischen Kraftwerke.

«Die Fischgängigkeit ist ein zentraler Punkt unseres Projekts»

Geregelt werden soll mit der Konzession auch die Restwassermenge: Nur wenn sie ausreichend gross ist, können grosse Fische wie die Seeforelle oder eben der Lachs, nachdem sie ein Wehr überwunden haben, auch überleben. Hier ist der Kanton auf jeden Fall noch nicht bereit: Erst jedes vierte der 16 Kraftwerke entspricht den geltenden bundesrechtlichen Bestimmungen.

Im Falle von Perlen haben Umweltverbände zudem Einsprache gegen die Konzessionierung erhoben, auch, weil Fischgängigkeit und Restwassermenge ihrer Meinung nach nicht ausreichend geregelt sind. Die Wiederherstellung der Fischgängigkeit geniesse im Rahmen der Neukonzessionierung der Kraftwerke Perlen einen hohen Stellenwert, heisst es bei der Betreiberin. «Dieser Punkt ist sogar ein zentrales Ziel dieses Projektes, das wir im Frühjahr dieses Jahres dem Regierungsrat des Kantons Luzern zur Genehmigung eingereicht haben», betont Franz Graf, Leiter Energie und Engineering bei der Perlen Papier AG. Man rechne mit einer Umsetzung innerhalb der nächsten Jahre. Im Zentrum stünden Äsche, Forelle, Barbe und Nase. Nach ihnen soll sich auch die in der Konzession festgeschriebene Restwassermenge richten. Eine spätere Anpassung der Fischtreppen, damit auch der Lachs auf- und absteigen kann, soll aber möglich sein.

Das Kraftwerk Rathausen wiederum besitzt seit 1981 eine Fischtreppe. «Für den Lachs ist die bestehende Fischtreppe nicht geeignet», sagt Marcel Schmid, Mediensprecher der CKW. «Wir werden den Fischaufstieg und Fischabstieg aber komplett überarbeiten und neu realisieren.» Die Planung dazu habe bereits begonnen. (uus)

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