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Restwassersanierungen in der Zentralschweiz: Uri ist
der Musterschüler

Ein Vergleich zeigt: Während Luzern bei der Restwassersanierung hinterherhinkt, sind andere Kantone der Zentralschweiz schon deutlich weiter.
Evelyne Fischer

Vorbildlich: Dieses Prädikat erntet der Kanton Uri, wo 57 Wasserkraftwerke für Strom in der Steckdose sorgen, in Sachen Restwassersanierung. Alle 21 sanierungspflichtigen Wasserentnahmen entsprechen seit Ende 2014 dem Gesetz. Dies bestätigt auch folgende Grafik:

Auf Kurs ist auch Obwalden: Von den 37 Wasserentnahmen müssen noch deren zwei saniert werden. Zunächst wurden die Arbeiten auf 2018 angekündigt, mittlerweile dauert es im einen Fall wohl bis 2020. «Bei dieser Wasserentnahme ist eine Neukonzessionierung vonnöten. Eine solche ist mit relativ hohem Aufwand verbunden, wofür die personellen Ressourcen aktuell zu knapp sind», sagt Alain Schmutz, Leiter der Abteilung Umwelt beim Volkswirtschaftsdepartement. Beim anderen Fall führten vertiefte gewässerökologische Untersuchungen zum Verzug.

Schwyz: Beschwerde verzögert Sanierung

Im Kanton Schwyz mit 25 Wasserentnahmen ist einzig die Restwassersanierung der Muotakraftwerke noch ausstehend. «Mittels eines Massnahmenpakets soll dabei der fischökologisch prioritäre Abschnitt der Muota zwischen den Ausgleichbecken Selgis und der Mündung in den Vierwaldstättersee aufgewertet und somit die Fassungen der Muotakraftwerke saniert werden», sagt Christian Bommer, Vorsteher des Amts für Wasserbau. Ob die Sanierung noch dieses Jahr abgeschlossen werden kann, ist offen. Die Regierung habe die Sanierungsmassnahmen zwar genehmigt und dem Bezirk Schwyz ersucht, die Sanierungsfristen und Massnahmen zu verfügen. Gegen diese Verfügung sei aber eine Beschwerde hängig.

Im Kanton Nidwalden müssen von 23 Wasserentnahmen noch drei saniert werden. «Es handelt sich um Spezialfälle», sagt Gérald Richner, Vorsteher des Amts für Umwelt.

«Zwei Anlagen befinden sich an kleinen Bächen, hier muss noch geprüft werden, ob sie überhaupt der Sanierungspflicht bezüglich Restwasser unterliegen».

Bei der dritten Anlage ist bis zum abschliessenden Entscheid eine provisorische Restwasserdotierung umgesetzt.

Zug: Zwei Projekte sind seit 2016 blockiert

Im Kanton Zug sind von 11 Wasserentnahmen noch zwei Sanierungen offen. «Betroffen sind die beiden Chamer Wasserkraftwerke Hammer und Frauental», sagt Baudirektor Florian Weber (FDP). Bereits Anfang 2016 seien die Beschlüsse für die Restwassersanierung und für die Wiederherstellung der freien Fischwanderung samt Baugesuch für die Erneuerung von Kraftwerksteilen öffentlich aufgelegt worden.

«Wegen Einsprachen und Beschwerden konnten die laufenden Sanierungen jedoch noch nicht abgeschlossen werden.»

Aufgrund eines Bundesgerichtsurteils müsse der Fall Wasserkraftwerk Hammer nun vom Regierungsrat neu beurteilt werden. «Das Verfahren betreffend Frauental ist zurzeit beim Zuger Verwaltungsgericht hängig», sagt Weber. Wann die Sanierungen abgeschlossen werden können, sei «schwer abschätzbar».

Lesen Sie hier mehr über die Situation in Luzern:

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