RETROSPEKTIVE: 250 Werke von Hans Erni aus über 80 Jahren

Zum 100. Geburtstag des Künstlers Hans Erni zeigt das Kunstmuseum Luzern bis zum 4. Oktober die umfassendste Erni-Ausstellung, die je zu sehen war.

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Hans Erni im Gespräch mit Bundesrat Moritz Leuenberger vor dem Wandbild Wandbild «Die Schweiz, Ferienland der Völker». (Bild EQ)

Hans Erni im Gespräch mit Bundesrat Moritz Leuenberger vor dem Wandbild Wandbild «Die Schweiz, Ferienland der Völker». (Bild EQ)

Mit einer Auswahl von rund 250 Werken präsentiert sie bekannte wie überraschende Facetten des sich über 80 Jahre erstreckenden Gesamtwerks, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Einer der Höhepunkte stellt das 90 Meter lange Wandbild «Die Schweiz, Ferienland der Völker» dar, welches Erni für die Landesausstellung 1939 hergestellt hatte und das nun zum ersten Mal wieder in grösseren zusammenhängenden und repräsentativen Ausschnitten zu sehen ist.

Abstrakt und gegenständlich
Daneben wird die Ausstellung dem Frühwerk viel Platz einräumen. Zu Beginn der 1930er-Jahre war Erni in Paris an vorderster Front an den Entwicklungen der abstrak­ten Kunst beteiligt und hat viele der internationalen Avantgardekünstler 1935 für die Ausstellung «These, Antithese, Synthese» nach Luzern geholt. In der Folge hat er seine abstrakte Kunst hin zu einem gegenständlichen Realismus weiterentwickelt und die beiden Ausdrucksformen miteinander verschmolzen.

Hans Ernis Selbstverständnis folgt einer humanistisch geprägten künstlerischen Tradition, wie es weiter heisst. Entsprechend vielfältig sind seine Interessen, seine Betätigungsfelder, seine Themen, seine Medien. Was bleibt, ist ein grosses gesellschafts- und umweltpolitisches Engagement, das in unzähligen Plakatgestaltungen seinen Niederschlag findet.

scd