Reussbühl
Am Seetalplatz entsteht ein grosszügiger Spielplatz für alle

Das Christliche Zentrum Zollhaus will auf einem unbebauten Grundstück einen Spielplatz erstellen. Es soll ein öffentlicher Begegnungsort für Gross und Klein werden.

Beatrice Vogel
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Klettergerüste, Schaukeln, Feuerstelle, Pingpongtisch, Sandkasten, Wasserspiele und Spielwiese: Das alles und noch mehr soll der neue Spielplatz bieten, den das Christliche Zentrum Zollhaus (CZZ) plant. Er soll auf einem unbebauten Grundstück des CZZ an der Zollhausstrasse 5 in Reussbühl entstehen. Damit befindet er sich in unmittelbarer Nähe zum Seetalplatz, an dem in den nächsten Jahren zahlreiche Wohnungen und Arbeitsräume entstehen.

Das CZZ wolle mit dem öffentlichen Spielplatz einen «Beitrag zu der Stadtentwicklung Luzern Nord am Seetalplatz leisten und unser Gelände nutzen, um eine Brücke zwischen Generationen und Nationen zu schlagen», heisst es im Projektbeschrieb. Das Baugesuch für den Spielplatz liegt bis zum 10. März bei der Stadt Luzern öffentlich auf.

Laut Matthias Donzé, Leiter Zentrale Dienste beim CZZ, ist ein Spielplatz im Quartier ein grosses Bedürfnis.

«Zwar ist der tolle Spielplatz beim Nordpol in der Nähe. Um dort hinzukommen, muss man aber über stark befahrene Strassen.»

Ausserdem habe es am Nordpol oft sehr viele Leute, da dieser ein grosses Einzugsgebiet hat. In der Nähe des Zentrums Zollhaus gebe es zudem eine Kita, die den Spielplatz gern nutzen würde. «Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass er für alle offen ist», sagt Donzé.

Bau soll noch dieses Jahr erfolgen

Für die Gestaltung hat das CZZ einen Ideenwettbewerb durchgeführt, aus dem viele der oben genannten Elemente einflossen. Sämtliche Spielgeräte sollen aus Holz gefertigt sein. Beim Bau will das Projektteam gemeinsam mit Kirchenmitgliedern selbst mit anpacken. Läuft alles nach Plan, kann der Spielplatz noch in diesem Jahr gebaut und in Betrieb genommen werden. Donzé sagt:

«Wir sind in den Startlöchern, damit wir mit dem Bau beginnen können, sobald die rechtskräftige Baubewilligung vorliegt.»

So könnte der Spielplatz dereinst aussehen:

Screenshot Situationsplan

Für das Bauprojekt inklusive Geräte, Bau- und Gärtnerarbeiten hat das CZZ rund 200'000 Franken budgetiert. Dafür ist es auf Spenden und Sponsoring angewiesen. Was genau realisiert werden kann, hängt nicht zuletzt vom Spendenbetrag ab. Allerdings können in späteren Bauetappen weitere Elemente dazukommen. Gemäss Website der Freikirche wurden bereits rund 140'000 Franken gesammelt. Auch Material-, Sach- oder Dienstleistungsspenden sind möglich.

Für das Gebiet am Reusszopf, das auf Luzerner Boden liegt und zu dem auch das Zentrum Zollhaus gehört, ist ein Bebauungsplan vorgesehen. Es kann deshalb sein, dass der Spielplatz irgendwann für eine neue Bebauung weichen muss. «Das haben wir einberechnet», sagt Matthias Donzé.

«Die Spielgeräte lassen sich problemlos an einen anderen Ort verschieben.»

Und bis eine neue Überbauung kommt, dauert es noch Jahre. «Wenn wir den Spielplatz acht bis zehn Jahre betreiben können, hat es sich schon gelohnt, ihn zu bauen.»

Weitere Infos unter czz.ch/spielplatz