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REUSSBÜHL: Begeisterung für die grösste Schule

Das Parlament bewilligt den Neubau des Schulhauses Staffeln. Das künftig grösste Schulhaus im Kanton löst euphorische Reaktionen aus.
Das neue Schulhaus Staffeln soll 2020 eröffnet werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Das neue Schulhaus Staffeln soll 2020 eröffnet werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Es ist ein Projekt der Superlative: Das grösste Schulhaus des Kantons Luzern soll in Reussbühl gebaut werden. Das neue Schulhaus Staffeln soll Platz für rund 500 Schüler bieten – bei einer späteren Erweiterung sogar für 600. Das Stadtparlament hat am Donnerstag den Baukredit von 53,7 Millionen Franken einstimmig bewilligt. Für einmal war man sich einig: Das Neubauprojekt ist eine tolle Sache. Und dies erst noch «zu akzeptablen Kosten», wie Rieska Dommann (FDP) bemerkte. Urs Zimmermann (SVP) bezeichnete den Neubau sogar als «kostengünstig». Es handle sich um ein «schönes, tolles Projekt, das an diesen Ort passt».

Vorgesehen ist gemäss den Plänen der Blättler Dafflon Architekten AG in Zürich eine Schulanlage, die sich aus sechs kleineren Gebäuden zusammensetzt. Diese gruppieren sich um einen Innenhof herum. Zum Projekt gehören auch eine neue Dreifachturnhalle und eine Aula. Schon 2020 soll die neue Schulanlage eröffnen – vorausgesetzt, die Stadtluzerner Stimmberechtigten sagen am 26. November ebenfalls Ja zum Baukredit.

Trotz geradezu euphorischer Voten im Stadtparlament gab es auch einzelne Kritikpunkte. Die Grünen fragen sich, ob der aus­serschulischen Betreuung genügend Beachtung geschenkt wird. Zwar sind im Projekt Räume für den Schülerhort vorgesehen. Doch insbesondere bei einer späteren Erweiterung des Schulhauses sei fraglich, ob für die zusätzlichen Schüler auch genügend Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen würden, mahnte Korintha Bärtsch. Der Stadtrat soll den Kauf von zusätzlichen Grundstücken angrenzend ans neue Schulhaus prüfen.

Auch die SVP fand ein Haar in der Suppe. Unter dem Titel «Kunst am Bau» sind im Schulhausprojekt nämlich 250000 Franken für die künstlerische Gestaltung des Neubaus vorgesehen. Die Partei wollte den Betrag auf 100 000 Franken kürzen.

Um den Neubau zu realisieren, muss das alte Schulhaus Staffeln abgerissen werden, das seit 2014 leer steht. Das neue soll übrigens kein Oberstufenschulhaus mehr sein, sondern eine Primarschule. Im Gegenzug wird das Schulhaus Ruopigen zum Oberstufenzentrum umfunktioniert.

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

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