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REUSSBÜHL: Das Multikulti-Quartier soll schöner werden

Ein neues Hochhaus, ein neuer Park, eine Begegnungszone, aber nur sanfte Eingriffe im Kreativmilieu: Die Stadt Luzern hat für das Gebiet Fluhmühle-Lindenstrasse einen neuen Bebauungsplan erstellt. Damit endet auch ein dreijähriger Baustopp.
Das Hochhaus an der Lindenstrasse soll Gesellschaft erhalten von einem neuen 40-Meter-Bau. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 23. Mai 2017))

Das Hochhaus an der Lindenstrasse soll Gesellschaft erhalten von einem neuen 40-Meter-Bau. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 23. Mai 2017))

Direkt an der Hauptstrasse zwischen Luzern und Emmenbrücke fristet es ein Schattendasein: das Gebiet Fluhmühle-Lindenstrasse – von vielen Luzern fast vergessen, wären dort nicht auch das Kreativmilieu und einige inter­essante Gastrobetriebe zu Hause. Vor allem sozial benachteiligte Menschen wohnen dort, der Ausländeranteil ist hoch.

Die Stadt will das Gebiet nun wohnlicher und schöner machen. Vor drei Jahren hat sie deshalb eine Planungszone erlassen, was einem Baustopp gleichkommt. Und sie startete mit der Erarbeitung eines Bebauungsplans. Dieser liegt nun vor und ist im Internet aufgeschaltet. «Die Rahmenbedingungen waren schwierig, weil das Gebiet bereits stark bebaut ist und es nur wenig Freiraum gibt», sagt Baudirektorin Manuela Jost (GLP). Und dieser Freiraum, ein kleiner Park, wird auch bald verloren gehen. Der Kanton benötigt diesen nämlich als Installationsplatz für die Sanierung der Kantonsstrasse, welche voraussichtlich zwischen 2019 und 2022 erfolgen soll.

Hochhauszone ermöglicht einen neuen Park

Doch es wird einen Ersatz geben. Das funktioniert wie folgt: Die Grundstücke der Autogarage Kurt Steiner AG werden umgezont, so dass dort ein 40-Meter-Hochhaus mit Wohn- und Büronutzung erstellt werden kann. Das Land erhält dadurch mehr Wert. Einen Teil dieses Mehrwerts investiert die Kurt Steiner AG wieder. Sie wird im Bereich der Gleise Land kaufen und dieses der Stadt für die Realisierung eines Parks zur Verfügung stellen. Das neue 40-Meter-Gebäude passe ins Bild des Quartiers und entspreche auch dem Hochhauskonzept, betont Jost.

Mit der Kurt Steiner AG wurde laut Jost bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Unternehmen erklärt auf Anfrage, man sei interessiert daran, das Quartier mit einer Umgestaltung aufzuwerten und sei gegenüber dem Hochhaus offen. Wann und von wem dieses realisiert wird, sei jedoch unklar.

Der neue Park und das Hochhaus – das sind laut Jost die beiden grössten Veränderungen, welche der Bebauungsplan mit sich bringt. «Wir wollen den Charakter des Gebiets erhalten.» Zudem sei schon so dicht gebaut, dass kaum eine weitere Verdichtung möglich sei. Dies betrifft insbesondere die Lindenstrasse, wie die Leiterin Stadtentwicklung, Deborah Arnold, sagt: «Das Problem in der Lindenstrasse ist, dass die heute zulässige Ausnützung bei vielen Grundstücken überschritten wird. Das heisst, bei Neubauten müssten die Gebäude gegenüber heute verkleinert werden.» Bauliche Erneuerungen finden daher kaum statt.

Neu werden daher Baubereiche ausgeschieden. Einzelne ­Gebäude könnten dadurch bei einem Neubau um ein Geschoss höher gebaut werden. Zudem wird der heutige Ausbaustand gesichert. Weiter wird die Möglichkeit geschaffen, das bereits bestehende Hochhaus bei einer ­Sanierung durch einen Anbau mit dem benachbarten Gebäude zu verbinden. Laut Arnold haben die Liegenschaftsbesitzer bereits ­Sanierungsabsichten geäussert.

Wichtig ist der Stadt, «das Bild der Lindenstrasse zu wahren», wie Arnold sagt. Deshalb werden mit dem Bebauungsplan Vorschriften zu den Dachlandschaften gemacht. Aufgewertet wird auch die Strasse – und zwar unabhängig vom Bebauungsplan. Die Stadt will diese im Sinne einer Begegnungszone umgestalten.

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Die Unterlagen zum Bebauungsplan sind aufgeschaltet unter:

projekte.stadtluzern.ch

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