REUSSBÜHL: Fahrverbot am Seetalplatz wird «laufend missachtet»

Die Hauptstrasse ist nur noch für ÖV und Langsamverkehr zugänglich. Noch fahren hier aber viele Autos durch – ab sofort wird die Polizei vermehrt kontrollieren.

Hugo Bischof
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Die Einfahrt vom Seetalplatz her in die Hauptstrasse Reussbühl ist für Autos strikt verboten. Bild: PD

Die Einfahrt vom Seetalplatz her in die Hauptstrasse Reussbühl ist für Autos strikt verboten. Bild: PD

«Es kann ja kaum sein, dass wir Nagelbänder einsetzen müssen, um das Fahrverbot hier durchzusetzen.» Das sagte Hans Ruedi Ramseier, Gesamtprojektleiter Seetalplatz, kürzlich an einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Stand der dortigen baulichen und verkehrlichen Änderungen. Konkret ging es bei seiner Aussage um die westliche Hauptstrasse in Reussbühl. Für Autofahrer, die vom Seetalplatz in Richtung Littau fahren, gilt hier seit dem 10. Oktober ein Fahrverbot.

Offen ist dieser Strassenabschnitt nur noch für Velos und Busse. Für den motorisierten Individualverkehr erfolgt die Zufahrt ausschliesslich via Umfahrung Reussbühl (Reusszopfstrasse) und den neuen Knoten Schiff. «Grund dafür ist die im Projekt Seetalplatz vorgesehene Trennung von privatem und öffentlichem Verkehr», so Ramseier.

Fahrverbot «deutlich und mehrfach signalisiert»

Vor dem Fahrverbot durch Reussbühl entlang der CKW-Shedhalle Richtung Luzern verschliessen viele Autofahrer aber noch immer ihre Augen. «Das Fahrverbot wird laufend missachtet», sagt Ramseier. Erst vor kurzem habe er innert zwanzig Minuten drei bis vier Autofahrer gesehen, die vom Seetalplatz her in die Hauptstrasse Reussbühl einbogen – und das, obwohl das Fahrverbot «deutlich und mehrfach signalisiert» sei.

«Natürlich brauchen Verkehrsumstellungen eine gewisse Angewöhnungszeit», erklärt Ramseier. Diese Zeit sei jetzt aber vorbei: «Ab sofort wird die Luzerner Polizei die Einhaltung der Fahr­verbote überwachen und Übertretungen ahnden.» Braucht es zusätzliche Massnahmen zur Durchsetzung des Fahrverbots? Ramseier: «Nagelbänder werden wir natürlich nicht einsetzen. Denkbar wäre beispielsweise, eine Barriere aufzustellen, die sich beim Herannahen eines Busses automatisch öffnen würde.»

Vielleicht werden auch die vermehrten Polizeikontrollen die Situation beruhigen. Von Luzern her bleibt die Hauptstrasse übrigens für Anwohner und Lieferanten weiterhin zugänglich.

Hugo Bischof

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