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REUSSBÜHL: Über 90 Lehrer unterzeichnen Petition gegen Sparmassnahmen bei Reinigung

92 Lehrpersonen der Kantonsschule Reussbühl haben am Mittwoch eine Petition beim kantonalen Bildungsdepartement eingereicht. Damit wollen sie die Auslagerung ihrer Hausreinigung verhindern.
Ein Mitarbeiter einer Reinigungsfirma putzt ein Waschbecken in einem Buerogebaude in Zuerich, am 18. Maerz 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally) An employee of a cleaning company cleans in an office building in Zuerich, Switzerland, March 18, 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Symbolbild: Gaetan Bally / Keystone)

Ein Mitarbeiter einer Reinigungsfirma putzt ein Waschbecken in einem Buerogebaude in Zuerich, am 18. Maerz 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally) An employee of a cleaning company cleans in an office building in Zuerich, Switzerland, March 18, 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Symbolbild: Gaetan Bally / Keystone)

Im Rahmen der Sparmassnahmen prüft der Luzerner Regierungsrat die Auslagerung der Hausreinigung an den Luzerner Kantonsschulen. Diese Nachricht hat die Lehrerinnen und Lehrer der Kantonsschule Reussbühl in Luzern betroffen gemacht. Jetzt reagieren sie auf die Ansage der Regierung mit einer Petition. Der Kantonsschullehrerinnen- und Lehrerverein Reussbühl (KLR) schreibt darin, dass diese Sparmassnahme im Widerspruch zum Leitbild der Schule stehe. Dieses umfasst etwa Werte wie Toleranz und Wertschätzung.

Zudem müsse der Kanton verhindern, dass einkommensschwache Arbeitnehmer in «existenzbedrohende materielle Gegebenheiten abrutschen», heisst es weiter. Ferner stellen die Petitionäre den finanziellen und qualitativen Nutzen einer allfälligen Auslagerung in Frage. Die 92 Unterzeichnenden bitten daher den Regierungsrat, sowohl aus pädagogischen als auch aus sozialen Gründen auf eine Auslagerung der Hausreinigung zu verzichten. Die Petition wurde gestern dem Bildungs- und Kulturdepartement übergeben. Wie viel Geld man mit der Auslagerung sparen will und wie viele Mitarbeiter davon betroffen wären, ist derzeit noch unklar: Die zuständige Person beim Kanton war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Privatisierung von Mensas sorgte für Unmut

Per 1. Oktober 2015 hat die Regierung bereits die Mensas an den Gymnasien Alpenquai, Reussbühl, Sursee, Baldegg, Willisau und Beromünster privatisiert. Nicht betroffen von der Massnahme waren die Kantis Musegg in Luzern sowie Schüpfheim, weil dort nur ein reduziertes Angebot besteht (wir berichteten). Durch die Privatisierung konnten gemäss Angaben der Dienststelle Gymnasialbildung 900 000 Franken eingespart werden. Mit der Auslagerung waren viele Lehrer und Schüler im Kanton Luzern nicht einverstanden. An mehreren Kantonsschulen wurden damals Petitionen lanciert, die forderten, die Mensas nicht auszulagern. Vergeblich, wie sich zeigen sollte. Betroffenen von der Auslagerung waren 58 Angestellte. Ihnen wurde eine Anstellung bei der neuen privaten SV Schweiz AG angeboten. Die SV Group führt 520 Betriebe, davon schweizweit 70 Schulmensas. (kuy)

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