REUSSWEHR: Das Luzerner Reusswehr wird ausgebaut

Die Reusswehranlage kann saniert und ausgebaut werden. Im Gegensatz zur Stadt Luzern stimmten sämtliche Ämter des Kantons dafür.

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Das Reusswehr mit seiner charakteristischen Welle. (Bild André Albrecht/Neue LZ)

Das Reusswehr mit seiner charakteristischen Welle. (Bild André Albrecht/Neue LZ)

Um 14.33 Uhr lagen die definitiven Abstimmungsresultate vor. Mit 63'160 Ja- (58%) gegen 45'621 Nein-Stimmen (42%) spricht sich eine klare Mehrheit für die Reusswehrsanierung aus.

Stadt Luzern lehnt Vorlage ab
Abgelehnt wurde die Vorlage lediglich in der Stadt Luzern (56 Prozent, detaillierte Resultate » ) sowie in den Gemeinden Sulz (bei 33 zu 27 Stimmen) und Büron (336 gegen 176).

Das Projekt wurde im Vorfeld kontrovers diskutiert. Die einen befürchten einen Verlust der historischen Bausubstanz. Die anderen sahen im Ausbau und der Sanierung des Reusswehrs eine notwendige Massnahme für den Schutz vor künftigen Hochwassern in Stadt und Kanton Luzern – die zudem schon von allen anderen beteiligten Kantonen gutgeheissen wurde.

Nach Berechnungen kann in der Stadt Luzern der Ausfluss und damit der Pegel des Vierwaldstättersees inskünftig schneller geregelt werden. Das Luzerner Kantonsparlament hatte der Sanierung des Reusswehrs mit 92 zu 4 Stimmen zugestimmt.

Knapp 23 Millionen Franken Kosten
Das Projekt, das letztlich dem Hochwasserschutz dient, kostet 22,8 Millionen Franken. Die anderen an den See grenzenden Kantone, der Bund und die Stadt Luzern beteiligen sich an den Kosten, so dass der Kanton netto nur 4,1 Millionen Franken zahlen muss.

Mit der Sanierung wird die Abflusskapazität um einen Drittel erhöht und damit das Überschwemmungsrisiko fünf Mal kleiner. Der Bauabschluss ist für 2010 terminiert.

sda/kst