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REVISION: Stadt Luzern verlängert die Fasnacht

Streng genommen macht die Fasnacht jeweils am Wochenende vor dem Güdismontag in der Stadt Pause. Doch daran hält sich kaum einer. Nun geben die Behörden klein bei.
Simon Bordier
Die Rotsee-Husaren aus Ebikon spielten am Rüüdigen Samstag 2016 Unter der Egg in Luzern. Nächstes Jahr brauchen sie dafür keine Bewilligung mehr. (Bild Philipp Schmidli)

Die Rotsee-Husaren aus Ebikon spielten am Rüüdigen Samstag 2016 Unter der Egg in Luzern. Nächstes Jahr brauchen sie dafür keine Bewilligung mehr. (Bild Philipp Schmidli)

Offiziell gelten in der Stadt Luzern der Schmutzige Donnerstag, der Güdismontag und Güdisdienstag als Fasnachtstage. Doch das fasnächtliche Treiben beschränkt sich längst nicht auf diese Zeit. Denn die Tage zwischen dem Schmutzigen Donnerstag und Güdismontag wollen überbrückt werden: Mehr und mehr Fasnächtler treibt es am Wochenende in die Innenstadt, um gemeinsam an einem Gönnerapéro anzustossen, einer Guuggenmusig zu lauschen oder in die Nacht hinein zu feiern.

«Aus organisatorischer Sicht ist der Samstag für die Behörden mindestens so aufwendig wie die offiziellen Fasnachtstage», sagt Stadtrat Adrian Borgula (Grüne). Der Besucherstrom sei in den letzten Jahren stark gestiegen. Das Ausmass könne man an der Abfallmenge erkennen: Am vergangenen Fasnachtssamstag sei viermal mehr Güsel produziert worden als noch im Jahr 2010. Da der Samstag offiziell kein Fasnachtstag ist, wären theoretisch die meisten Guuggenmusig-Auftritte und -Empfänge bewilligungspflichtig. Für grössere Anlässe habe man tatsächlich Bewilligungen erteilt, erklärt Mario Lütolf, Leiter Stadtraum, auf Nachfrage. «Doch viele Veranstaltungen haben wir einfach laufen lassen.»

Auch Littau profitiert

Der Stadtrat will die Fasnachtsaktivitäten nun in geordnete rechtliche Bahnen lenken. Dies soll im Zug der Teilrevision des Reglements über die Nutzung des öffentlichen Grunds geschehen, die gestern vorgestellt wurde (siehe Box). Demnach soll am Rüüdigen Samstag von 12 bis 23 Uhr «fasnächtliches Treiben» erlaubt werden. Guuggenmusigen müssten damit keine Bewilligung mehr einholen. Diese Regelung soll neu auch am Fasnachtssonntag im Stadtteil Littau gelten, wenn dort der traditionelle Umzug stattfindet.«Der Status ‹fasnächtliches Treiben› ist nicht mit einem offiziellen Fasnachtstag zu verwechseln», erklärt Borgula. Letzterer werde nämlich durch den Kanton festgelegt. Mit dem neuen Status wolle die Stadt den Samstag nicht auf dieselbe Stufe stellen, aber der Realität ins Auge sehen. Sie sei ohnehin bestrebt, den «wilden» Charakter der Fasnacht zu erhalten und nur dezent zu regulieren, insbesondere, um die Sicherheit zu garantieren.

«Situation wird vereinfacht»

Patrick Hauser, Präsident des Luzerner Fasnachtskomitees (LFK), begrüsst die Pläne des Stadtrats. Am Rüüdigen Samstag fänden viele Empfänge und Auftritte statt. «Durch den Wegfall des Bewilligungsverfahrens wird die Situation deutlich vereinfacht.» Insbesondere seit die «Fidelitas Lucernensis» Unter der Egg die längste Fasnachtsbar betreibe, sei der Besucherzustrom gewachsen. Das LFK betrachte den Samstag aber weiterhin nicht als offiziellen Fasnachtstag. «Wir halten gemäss unseren Traditionen am Schmutzigen Donnerstag, am Güdismontag und Güdisdienstag fest.» Die Periode von Freitag bis Sonntag gehöre den Agglomerations- und Landgemeinden.

Simon Bordier

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